Beschreibung
Die chemische Schadlingsbekampfung ist eine verhiiltnismaBig junge Wissenschaft. Sie hat sich rasch entwickelt, und ihre Bedeutung wachst noch immer. Zunachst war ihr Ziel allein die Bekampfung von Schadinsekten im Pflanzenbau. Heute gehoren die Niederhaltung oder die Verhtitung von durch Pilze verursachten Pflanzenkrankheiten eben so zum chemischen Pflanzenschutz wie die Vernichtung unerwtinschter Pflanzen. Insektizide, speziell Akarizide, finden zunehmend Anwen dung in der Hygiene, im Vorratsschutz und in der Veterinarmedizin, hier z. B. zur Bekampfung von Zecken. Es sei an die Anwendung von DDT zur Bekampfung von Malaria-Stechmticken erinnert, wofiir der Nobelpreis verliehen wurde. Nach vielen Seiten weitet sich der Pflanzen schutz aus. Einige neuere Anwendun gen chemischer Verbindungen fallen nicht mehr unter die ursprtingliche Defini tion des Begriffes "Pflanzenschutz". Genannt seien etwa die pjlanzlichen Wuchs hemmstoffe, oft den Herbiziden nahe verwandt; hier verschiebt sich die Grenze zu den Hormonen des Pflanzenwuchses. Einige natiirlich vorkommende Wuchs stoffe werden in diesem Werk eingehender behandelt. 1m Brennpunkt der neueren Entwicklung stehen Stoffe, weIche das Bliihen beeinflussen, den Fruchtabfall ver hindern, die Frostresistenz erhohen oder auf andere Weise zum Nutzen von Kul turpflanzen verwendet werden sollen. Auf dem Gebiet der Insektizide ist die Si tuation ahnlich. Hier kamen zu den klassischen Insektiziden die Lockstoffe, die Juvenil-Hormone und andere Substanzen, die allerdings bis heute kaum prak tische Verwendung gefunden haben. Nur die in ihrer chemischen Konstitutions aufklarung am weitesten fortgeschrittenen Sexual-Lockstoffe der Insekten werden im vorliegendem Buch behandelt.
Autorenporträt
InhaltsangabeEinführung.- Zur wirtschafilichen Bedeutung des Pflanzenschutzes.- 1. Problemstellung.- 2. Der ernährungswirtschaftliche Aspekt.- a)Historischer Überblick.- b) Gegenwartige Situation.- 3. Der agrarwirtschaftliche Aspekt.- 4. Der industrielle Anteil.- 5. Literatur.- Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel.- 1. Wirtschaftliche Faktoren, welche die Pflanzenschutzmittelforschung beeinflussen.- a) Die Marktsituation.- b) Die Markttendenzen.- 2. Die biologischen Aspekte der Pflanzenschutzmittelforschung.- a) Neue Schädlinge, Krankheiten und Unkräuter.- b) Auftreten von Mittelresistenz.- c) Die Verschiebung der Artendominanz.- d) Spezifisch wirkende Mittel.- e) Die Toxikologie.- f) Die Rückstandsfrage.- g) Zur biologischen Schädlingsbekämpfung.- 3. Vom neuen Wirkstoff zum Präparat. Die Stationen der Pflanzenschutzmittelprufung.- 4. Die Kosten der Pflanzenschutzmittelforschung.- 5. Literatur.- Handelsformen von Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln.- 1. Handelsübliche Praparatetypen.- a) Stäubemittel.- b) Streumittel und Granulate.- c) Praparate mit Wasser als Verdünnungsmittel.- d) Praparate in organischen Verdünnungsmitteln.- e) Unverdünnte flüssige Zubereitungen.- f) Saatgutbehandlungsmittel.- 2. Spezielle Zubereitungen.- 3. Entwicklungsgang eines Pflanzenschutzmittels.- 4. Randbedingungen bei der Aufbereitung von Pflanzenschutzmitteln.- a) Chemische Indifferenz.- b) Biologische Wirksamkeit.- c) Technische Anwendbarkeit.- d) Handels- und Transportvorschriften (Sicherheitsvorschriften).- 5. Aufbau einer Formulierung und Technologic.- Insektizide.- Allgemeines über Biologie und Prüfung der Insektizide und Akarizide.- 1. Einleitung: Insekten und Milben und ihre Bekämpfung.- 2. Der gegenwärtige Stand auf dem Gebiet der Insektizide und Akarizide.- 3. Entwicklung, Erforschung und Bewertung von Insektiziden und Akariziden.- a) Grundlagen der Entwicklung von Insektiziden und Akariziden.- b) Die physiologische Wertbestimmung von Insektiziden und Akariziden.- c) Die Eigenschaftsanalyse von Insektiziden und Akariziden.- 4. Literatur.- Zur Beeinflussung der Resistenzentwicklung.- 1. Einleitung.- 2. Allgemeine Ausführungen zum Resistenzgeschehen.- a) Begriffsbestimmung und Bedeutung der Resistenz.- b) Wieentsteht Resistenz?.- c) Cross-Resistenz und Multiresistenz.- d) Genetik und Stabilität der Resistenz.- e) Mechanismus der Resistenz.- 3. Kann Resistenzentwicklung verhindert werden?.- 4. Kann Resistenzentwicklung verzögert werden?.- 5. Kann Resistenz "gebrochen" werden?.- 6. Zusammenfassung.- 7. Literatur.- Natürlich vorkommende Insektizide.- 1. Einleitung.- 2. Pyrethrine.- a) Geschichte, Vorkommen und Gewinnung.- b) Die natürlich vorkommenden Pyrethrine.- 2.1. Pyrethroide.- a) Synthesen der Chrysanthemumsäure.- b) Synthesen der Chrysanthemum-dicarbonsäure.- 2.2. Synergisten.- 3. Rotenoide.- 4. Alkaloide.- 5. N-Isobutylamide ungesättigter Fettsäuren.- 6. Insektizide Proteine.- 7. Stickstofffreie insektizide Naturstoffe aus Pflanzen; Insektizide aus Tieren.- 8. Literatur.- Chlorkohlenwasserstoffe.- 1. DDT und verwandte Stoffe.- a) DDT.- b) DDT-ähnliche Wirkstoffe.- c) Methoxychlor.- d)DFDT.- e) TDE.- f) Perthane.- g) Dilan.- h) DDT-verwandte Stoffe.- 2. Hexachlorcyclohexan und verwandte Stoffe.- 3. Toxaphen.- Literatur zu Abschnitt 1-3.- 4. Cyclodien-Insektizide.- 4.1. Addukte mit monocyclischen und acyclischen Dienophilen.- a) Chlordan.- b) Heptachlor.- c) Dihydroheptachlor.- d) Telodrin.- e) Thiodan.- f) Alodan.- g) Bromodan.- Literatur zu Abschnitt 4.1.- 4.2. Adducts with Polycyclic Dienophiles.- 4.2.1. Introduction.- 4.2.2. Individual Compounds.- The Intermediates.- a) Hexachlorocyclopentadiene.- b) Sym.-bicycloheptadiene.- c) Hexachlorobicycloheptadiene.- The Active Compounds.- a)Aldrin.- b) Dieldrin.- c) Endrin.- 4.2.3. Chemical and Physical Properties.- 4.2.4. Photochemical Derivatives of Aldrin, Dieldrin, Endrin, and Isodrin.- 4.2.5. Stereochemistry.- 4.2.6. Mode of Action and Chemical-Biological Relationships.- 4.2.7. General
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