Beschreibung
Die Arbeit untersucht erzieherische Elemente im österreichischen Jugendstrafvollzug und deren Beitrag zur Resozialisierung junger Straftäter_innen. Jugendhaft wird dabei nicht nur als Strafe, sondern als pädagogischer Raum verstanden, in dem Entwicklung und soziale Integration gefördert werden können. Auf Basis theoretischer Analysen und Expert_inneninterviews werden zentrale pädagogische Ansätze, Rahmenbedingungen und Herausforderungen in Einrichtungen wie Gerasdorf und Graz-Jakomini beleuchtet. Wirksame Erziehung zeigt sich vor allem durch stabile Beziehungen, alltagsnahe Lebensführung und sozialpädagogische Begleitung. Arbeits- und Bildungsangebote stärken berufliche Kompetenzen, Eigenverantwortung und soziale Teilhabe, werden jedoch durch institutionelle Grenzen, Ressourcenmangel und Hierarchien eingeschränkt. Erfolgreiche Resozialisierung verlangt daher pädagogische Professionalität, strukturelle Reformen und Nachbetreuung nach der Haft. Die Arbeit plädiert für eine enge Verbindung von Strafvollzug, Sozialpädagogik und gesellschaftlicher Unterstützung, um jungen Menschen den Weg in ein straffreies Leben zu ermöglichen.
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