Beschreibung
. 186 6. Individuelle Kompetenzen und Lemschritte. l90 Anhang Frageleitfaden. 194 Literatur. 199 8 Vorwort Wer sieh und anderen in einer Selbsthilfegruppe helfen, wer politisch oder kulturell und sieh selbst initiativ werden will, muS sieh mit anderen zusammensehlieBen organisieren. In der vorliegenden Arbeit wird die Praxis der sozialen Selbstorganisa tion nach folgenden Leitfragen untersueht: Welehe Gruppen entstehen aus diesen Zusammenschltissen und wie entwiekeln sie sieh? Wie verstehen die Beteiligten ihren sozialen ProzeS und wie steuern sie ihn? Diese empirischen Ausgangsfragen machen theoretische Vortiberlegungen notwendig. Urn die Praxis der Selbstorganisation zu erfragen und zu untersuchen, muS erst gekUirt werden, was unter Entwieklungs- und Selbststeuerungsprozessen in Gruppen zu vertehen ist und mit welehen Fragen und Begriffen diese erfaSt werden konnen.
Autorenporträt
InhaltsangabeI. Verschiedene Bedeutungen von Selbstorganisation.- 1. Selbstorganisation und gesellschaftlicher Freisetzungsprozeß.- 2. Selbstorganisation als politisches Programm - Selbst- statt Fremdbestimmung.- 3. Selbstorganisation als Lern- und Entwicklungsprozeß sozialer Systeme: Die zentralen Fragen anhand von Beispielen.- 4. Zum Systemverständnis der Selbstorganisation.- 4.1 Die Ausgangsfrage der Selbstorganisation und die Etappen der Theorieentwicklung.- 4.2 Bestimmungsstücke des Systemverständnisses der (evolvierenden) Selbstorganisation.- 4.2.1 Selbstreferenz als grundlegendes Merkmal selbstorganisierender Systeme.- 4.2.2 Die Autonomie sozialer Systeme.- 4.2.3 Entwicklungsprozesse in (sozialen) Systemen: Zwischen Kohärenz und Veränderung.- 4.2.4 Es ist nicht wirklich so, es sind "nur" Modellvorstellungen.- II. Gruppen als selbststeuernde und selbstreferentielle Systeme: Das Untersuchungsmodell.- 1. Systemvergleich: Vom Allgemeinen zum Besonderen.- 2. Bezüge und Unterschiede zu anderen Gruppentheorien.- 2.1 Der vertikale Schnitt: Die Trennung von "äußerer" und "innerer" Umwelt.- 2.2 Der horizontale Schnitt: Manifestes und latentes Geschehen.- 3. Zwei Analyseebenen des Gruppenprozesses.- 3.1 Die erste Ebene: Der Entwicklungsprozeß, oder: Was passiert?.- 3.1.1 Das "Feste": Kontinuität und Bewahrung der Identität.- 3.1.2 Das Bewegliche: Der Entwicklungsprozeß, die dynamische Perspektive.- 3.2 Die Ebene der Selbststeuerung.- 3.2.1 Reflexion.- 3.2.2 Leitung.- 3.2.2 Leitung als (Anleitung zu) Problemlösung(en).- 3.3 Wer muß etwas lernen: Der einzelne oder die Gruppe ?.- 3.4 "Working the LOOP" oder das Schleifenmodell der Selbststeuerung.- 3.5 Das (gruppeneigene) Modell der Gruppe.- 4. Zusammenfassung des Untersuchungsmodells anhand von Fragen.- III. Methodisches.- 1. Die Untersuchungsmethode.- 2. Auswahlkriterien.- 3. Zwei Gruppentypen: Aktions- und identitätsorientierte Gruppen.- 4. Ablauf der Untersuchung.- 5. Auswertung der Daten.- 6. Darstellung der Ergebnisse und ihre Gültigkeit.- IV. Die Ergebnisse.- 1. Die Gruppen.- 1.1 Im Überblick.- 1.2 Zusammenfassungen der Entwicklungsgeschichten der Gruppen.- 1.2.1 Die Drucker.- 1.2.2 Dritte-Welt-Laden (3WL).- 1.2.3 Initiative Mittelamerika (IMA).- 1.2.4 Initiative zur Betreuung von Strafgefangenen (IST).- 1.2.5 Nutzerinitiative von Unterkünften (NUZ).- 1.2.6 Friedensinitiative kirchlicher Mitarbeiter (FKM).- 1.2.7 Solidarisch leben und handeln (SOLH).- 1.2.8 Musikgruppe Cadutta Sassi (CaSa).- 1.2.9 Die Yoga-Gruppe (Yoga).- 1.2.10 Freizeitphilosophen (Phils).- 1.2.11 Frauengruppe: Kritische Sozialwissenschaften (KRIZ).- 1.2.12 Elternkreis behinderter Kinder (EBK).- 1.2.13 Selbsthilfegruppe Stieffamilien (Stiefas).- 2. Verläufe und Veränderungen der Gruppen.- 2.1 Phasen des Gruppenverlaufs.- 2.1.1 Vorlauf und Gründung.- 2.1.2 Flitterwochen und Boom, Zusammen- und Abschluß.- 2.1.3 Krisen und Konflikte, Entzauberung und Neuanfang.- 2.1.4 Zusammenfassung.- 2.2 Änderungen zweiter Ordnung: Von der Gruppe zu.- 2.2.1 Vom Treffen einzelner zum Zusammenschluß der Gruppe.- 2.2.2 Von der hierarchischen zur egalitären Gruppe: Die Emanzipation.- 2.2.3 Von der thematischen Gruppe zum Freundeskreis: "Die Verpersönlichung".- 2.2.4 Von der Gruppe zur Organisation: Die Formalisierung und Differenzierung.- 2.3 Zusammenfassung.- 3. Kontinuität und Identität: Das Feste.- 3.1 Thematische Grenzen: Worüber wird gesprochen?.- 3.2 Mitgliederspektrum: Ähnliche Ausgangslagen und zunehmende Homogenisierung.- 3.3 Innere Differenzierung: Das Kern-Schale-Prinzip.- 3.4 Zusammenfassung.- 4. Das Veränderliche, Lockere, Bewegliche.- 4.1 Dauernder Anfang und/oder dauernde Anregung? Dazukommen - Weggehen, Aufnahme neuer Mitglieder.- 4.2 Äußere Umwelten.- 4.2.1 Der Wert der Szene.- 4.2.2 Konkrete Aufgabe - konkretes Gegenüber.- 4.2.3 Keine Gegenwelt, aber etwas Besonderes.- 5. Bewegende und/oder bedrohliche Spannungen: Systematisierung der Auswertung.- 6. Selbststeuerung.- 6.1 Leitung.- 6.1.1 Macht - Führung - Leitung: Ein Tabu?.-
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