Beschreibung
Mathematische Muster und Strukturen haben für das Mathematiklernen aller Kinder eine zentrale Bedeutung. Gleichzeitig stellt das Erfassen der allgemeinen mathematischen Strukturen hinter den Mustern eine Herausforderung für viele Lernende in der Grundschule dar. Im inklusiven Mathematikunterricht ist die Förderung der fachlichen Lernprozesse aller Kinder bedeutsam, allerdings wird gemeinsames Mathematiklernen in der Praxis bislang selten realisiert. Die Studie zielte daher auf die Entwicklung eines prototypischen Lehr-Lern-Arrangements, welches Lernende im inklusiven Mathematikunterricht ausgehend von Mustern in Entdeckerpäckchen zum Erkunden der mathematischen Strukturen der Konstanzeigenschaften anregt, und auf die Erforschung der dadurch initiierten Deutungsweisen der Lernenden. Untersucht wurde, wie Lernende Darstellungen von Mustern deuten, welche Deutungsweisen sich in ausgewählten Musteraktivitäten rekonstruieren lassen und inwiefern sich die Deutungsweisen über mehrere Musteraktivität verändern. Ein zentrales Ergebnis der Arbeit ist die Ausdifferenzierung der Deutungsweisen auf der Prozess- und Inhaltsebene sowie die Darstellung der Beziehung der Deutungen der Lernenden zu den mathematischen Strukturen der Konstanz der Summe und der Konstanz der Differenz.
Autorenporträt
Franziska Tilke ist akademische Rätin auf Zeit am Institut für grundlegende und inklusive mathematische Bildung an der Universität Münster.
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