Geschichte der Stadt Gotha 1918 bis 1933

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Stadt der Gegensätze

ISBN: 3959660006
ISBN 13: 9783959660006
Autor: Slivi, Judy
Herausgeber: Harald Rockstuhl
Verlag: Verlag Rockstuhl
Umfang: 322 S., 265 Illustr., 260 Fotos und Abbildungen sowie 5 Tabellen
Erscheinungsdatum: 20.09.2015
Format: 2 x 30 x 21
Gewicht: 1050 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert

Das Leben in Gotha während der Zeit der Weimarer Republik von 1918 bis 1933 war geprägt von politischen Turbulenzen und wirtschaftlichen Krisen. Es gab aber auch Reformen und Neuerungen. Im Allgemeinen werden drei Phasen der Weimarer Zeit unterschieden. Die Anfangsphase, in der sich die Republik nach der Novemberrevolution 1918 formte, dauerte von 1919 bis 1923. In dieser Zeit gab es teils schwere politische Kämpfe und Ausschreitungen. Nach der Inflation 1923 stabilisierte sich die Wirtschaft durch die Einfu¨hrung der Rentenmark am 15. November 1923 und der Reichsmark am 30. August 1924, die Regelung der Reparationsfrage durch den Dawes-Plan und die Auflage von Auslandsanleihen ab 1924. Die Phase der relativen Stabilität dauerte von 1924 bis zur Weltwirtschaftskrise 1929. Das Ende der Weimarer Republik war geprägt vom wirtschaftlichen Niedergang, der Zersplitterung der Parteien, der Paralyse der Politik und dem Aufstieg des Nationalsozialismus. Die Weimarer Republik hatte von Beginn an mit enormen innenpolitischen und außenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Versailler Vertrag manifestierte eine deutsche Alleinschuld am 1.WK. Die damit verbundenen Reparationszahlungen und Abru¨stung sollten die deutsche Wirtschaft stark belasten. Es folgte die Rhein- und Ruhrbesetzung durch die Truppen der Siegermächte. Die Entscheidungen und das Verhalten der Reichsregierung in diesen Fragen wurde nicht von der Bevölkerung Deutschlands getragen. Das fu¨hrte bereits im März 1920 zum Kapp- Putsch. Der Extremismus von rechts und links nahm zu. Der Hitler-Putsch am 9. November 1923 in Mu¨nchen konnte niedergeschlagen werden. Über die gesamte Weimarer Zeit herrschte ausgelöst durch den Krieg, die Inflation 1923 und Weltwirtschaftskrise 1929 eine hohe Arbeitslosigkeit und Verarmung. Da die Parteien oftmals keinen Konsens finden konnten, wurden keine wirksamen Gegenmaßnahmen ergriffen. Am Ende der Weimarer Republik wurde die Krise durch die Präsidialregierungen nur noch verwaltet und nicht mehr bekämpft. Die Machtergreifung Hitlers am 30. Januar 1933 und die damit verbundene nationalsozialistische Diktatur wurde von Vielen als Lösung fu¨r die Probleme der Zeit gesehen. Das System der parlamentarischen Republik hatte in ihren Augen versagt. Das Grundproblem bestand in der ungu¨nstigen außenpolitischen Ausgangslage, den wirtschaftlichen Schwierigkeiten und in der Tatsache, dass es keinen Ru¨ckhalt fu¨r die Republik in vielen Kreisen der Bevölkerung gab. Wenn also von der Weimarer Zeit als der Zeit der goldenen 20er Jahre gesprochen wird, trifft das genaugenommen nur fu¨r den Bereich der Kunst und Kultur zu. Schlagworte hier sind das Bauhaus in Weimar, das Theater, die Mode und das Aufkommen bzw. die Weiterentwicklung der neuen Medien Film und Radio. Gotha verlor nach der Novemberrevolution 1918 seinen Status als Haupt- und Residenzstadt. Damit einher ging der Verlust der Gothaer Garnison und großen Teilen der Verwaltung. Durch Inflation, Versailler Friedensbedingungen und der allgemein schlechten Marktlage ging auch die wirtschaftliche Bedeutung Gothas zuru¨ck. Der Handel mit dem Ausland war durch den Krieg unterbrochen, die Kontakte der Unternehmen konnten teils nicht wiederbelebt werden. Betriebe wurden geschlossen oder verkleinert, Massenentlassungen waren an der Tagesordnung. Die folgenden Ausfu¨hrungen sollen die Lebensumstände in Gotha während der Zeit der Weimarer Republik deutlich machen. Dazu gehören unter anderen die Darstellung der politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in Gotha. Die Stadt war Schauplatz teils blutiger Kämpfe zwischen Arbeitern und Bu¨rgerlichen, wie während des Kapp-Putsches 1920. Die linke Arbeiterbewegung und rechter Extremismus standen sich während der gesamten Zeit von 1919 bis 1933 immer, oftmals unversöhnlich, gegenu¨ber. Der Fokus soll weiterhin auf das tägliche Leben gerichtet werden. Die wirtschaftlichen Krisen wirkten sich teils katastrophal auf das Leben der Me

Artikelnummer: 8594980 Kategorie:

Beschreibung

Autorin: Judy Slivi, Taschenbuch A4 mit 322 Seiten, 260 Fotos und Abbildungen sowie 5 Tabellen. Die 20er Jahre in Gotha waren eine bewegte Zeit, eine Zeit vieler gesellschaftlicher Neuerungen, auf die die Gothaer unterschiedlicher nicht hätten reagieren können. Die Stadt war während der Weimarer Republik von 1918 bis 1933 eine Stadt der Gegensätze. Arm und Reich, Bürgerliche und Arbeiter, Konservative und Fortschrittliche, politisch Rechte und Linke, Gläubige und Freidenker standen sich oft unversöhnlich gegenüber. Ziel der vorliegenden Publikation ist es, die unterschiedlichen Lebensverhältnisse der Gothaer darzustellen und ein umfassendes Bild der Gesellschaft zu geben.

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