Beschreibung
Der Beitrag befasst sich mit dem Thema des Tages der Toten in seinem rituellen Kontext in der Stadt João Pessoa - Paraíba, genauer gesagt auf dem Friedhof Senhor da Boa Sentença im Stadtteil Varadouro. Ziel ist es, die ethnografische Erfahrung des Totenbesuchs als Form des Gedenkens zu erörtern, wobei die sozialen und wirtschaftlichen Prozesse rund um diesen Tag berücksichtigt werden. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Besuch eines bestimmten Grabes gewidmet, dem des Mädchens Maria de Lourdes, aufgrund seiner symbolischen Bedeutung in diesem Ort. Ziel ist es, die Prozesse der Zeitgenossenschaft über den Besuch am Tag der Toten zu problematisieren und den Friedhof als bedeutenden Raum im Verständnis einer sozialen Organisation, als grundlegenden Teil einer Kultur und auch als Zeuge der Geschichte einer Gesellschaft zu denken. In diesem Sinne verstehen wir den Friedhof als eine historische Konstruktion, die aus Prozessen der Distanzierung, des Staunens und der Hygiene rund um den Tod und die Toten entstanden ist. Auf diese Weise hat die Wahrnehmung der sozialen Dynamik, die den Friedhof mit seinen soziokulturellen Praktiken umgibt, und der Beziehungen, die zwischen Individuen aufgebaut wurden, dazu beigetragen, den Raum des Friedhofs nicht nur als Ort des Todes zu verstehen.
Autorenporträt
Doctoral student and Master in Anthropology (PPGA/UFPB); graduate and Bachelor in Social Sciences, both from the Federal University of Paraíba (UFPB). Specialist in Thanatology: on death and dying (FSG).
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