Beschreibung
Art. 3 EMRK ist eine zentrale, schrankenlos geltende Garantie der Europischen Menschenrechtskonvention. Der Verfasser arbeitet als Grund fr die schrankenlose Geltung die Menschenwrde als geschtztes Rechtsgut heraus. Diese definiert er fr den Geltungsbereich der EMRK mit Hilfe der auf Kants Moralphilosophie beruhenden Objektformel des BVerfG. Er zeigt, dass auf Grundlage von Kants Denken ein kleinster gemeinsamer Nenner in Form einer Negativdefinition der Menschenwrde fr die Mitgliedsstaaten der EMRK gefunden werden kann. Im Anschluss wird die Fortwirkung von Art. 3 EMRK sowohl auf das Gebiet des materiellen als auch des prozessualen Strafrechts dargelegt. Die Rechtsprechung des EGMR wird zur Prfung der Fairness des Verfahrens, Art. 6 EMRK, bei Verwertung von durch Versto gegen Art. 3 EMRK gewonnenen Beweismitteln analysiert und im Hinblick auf mittelbar gewonnene Beweismittel unter Anwendung der Objektformel und der Doktrin des vergifteten Baumes aus dem US-Recht fortentwickelt.
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