Beschreibung
Spielten die frühneuzeitlichen Hexenprozesse bei der Folteranwendung tatsächlich eine Sonderrolle oder gab es bei anderen Strafprozessen ähnliche Folterexzesse? Die Auswertung der Tübinger Spruchakten ermöglicht einen systematischen Vergleich: Die Hexenprozesse unterschieden sich in der Behandlung durch die Juristenfakultät nicht grundsätzlich von anderen Strafverfahren, auch bei ihnen wurden die Maßstäbe eines ordentlichen Verfahrens relativ konsequent angewendet. Anders als bei den Rostocker Spruchakten lässt sich aus den Tübinger Quellen jedoch eine Sonderbehandlung der Hexenprozessen auf der Ebene der anfragenden lokalen Gerichte feststellen. Hier zeigt sich ein großer Unterschied zwischen Rechtsnorm und Rechtspraxis.
Autorenporträt
statt Autorin steht hier das gekürzte Inhaltsverzeichnis Vorwort 13 1. Einleitung 15 2. Normative Regelungen 19 2.1 Der frühneuzeitliche Strafprozess und das Institut der Aktenversendung 19 2.2 Die Folter und ihre Rolle im frühneuzeitlichen Strafprozess 29 2.3 Der Hexenprozess - normaler Strafprozess oder Sonderverfahren? 62 2.4 Die Strafrechtspflege im frühneuzeitlichen Württemberg 76 3. Quantitative Auswertung der Spruchpraxis der Tübinger Juristenfakultät 114 3.1 Quellenlage und Untersuchungszeitraum 114 3.2 Methodische Vorbemerkungen 119 3.3 Der Einzugsbereich der Tübinger Spruchtätigkeit - Herkunft der Konsulenten 124 3.4 Häufigkeit der einzelnen Deliktgruppen 129 3.5 Häufigkeit der einzelnen Deliktgruppen bei den Zwischenurteilen 134 3.6 Die Folteranwendung bei den jeweiligen Deliktgruppen 137 3.7 Die Wiederholung der Folter bei den einzelnen Deliktgruppen 147 3.8 Untersuchungshaft als Beugehaft 148 3.9 Die Endurteile bei den einzelnen Deliktgruppen 149 3.10 Rechtsquellen: Zitierte Gesetze und rechtsgelehrte Literatur 161 3.11 Der durchschnittliche Preis für ein Tübinger Konsilium 167 Grafiken 169 4. Qualitative Auswertung der Spruchpraxis der Tübinger Juristenfakultät 185 4.1 Die Begründung eines Zwischenurteils bei der Frage der Folteranwendung 185 4.2 Die Haltung der einzelnen Referenten zu Hexenprozessen 253 4.3 Zeitraum 4: Paradigmenwechsel in Tübingen? 277 4.4 Ausblick: Die letzten Hexenprozesse in den Tübinger Spruchakten 278 5. Zusammenfassung 281 Quellen und Literaturverzeichnis 283 Orts und Personenregister 303 CD: 1. Tabellen 2. Grafiken
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