Beschreibung
Die kulturwissenschaftlichen Perspektiven auf das Recht sind vielfltig. Der Band geht vor allem den normativen Verwendungsweisen des Kultur-Begriffs in der Rechtswissenschaft nach von der neukantianischen Kulturphilosophie bis zum Poststrukturalismus, bei kommunitaristischen und multikulturalistischen Autoren, in der kulturwissenschaftlichen Verfassungslehre sowie in jenen Anstzen, denen zufolge das Grundgesetz von einer christlichen Kultur berformt wird. Seine Antwort auf die Frage, was der Begriff der Kultur zur Eigenreflexion des Rechts beitragen kann, lautet: Nichts, auer Verwirrung. Die These von der Kultur als einer Geltungsquelle von Recht ist falsch. Es fhrt kein Weg von der Kultur zum Rechtssystem oder von kulturellen Werten zum Gehalt juridischer Normen. Der Kulturbegriff kann deshalb am Ende wenig anderes leisten, als die Anforderungen zu unterlaufen, denen rechtliches Begrnden gengen muss. Der Autor lehrt Rechtsphilosophie an der Westflischen Wilhelms-Universitt Mnster und forscht im dortigen Exzellenzcluster Religion und Politik.
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