Feministische Weiterentwicklung der Kritischen Theorie im Spannungsfeld von Identität und Differenz

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Kontinuitäten und Brüche

ISBN: 3389166351
ISBN 13: 9783389166352
Autor: Everding, Elena
Verlag: GRIN Verlag
Umfang: 88 S.
Erscheinungsdatum: 17.11.2025
Auflage: 1/2025
Format: 0.7 x 21 x 14.8
Gewicht: 141 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert
Artikelnummer: 8458139 Kategorie:

Beschreibung

Masterarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Politologie / Politik, Note: 1,0, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Institut für Politikwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit untersucht die Rolle der Kritischen Theorie im feministischen Diskurs über Identität und Differenz. Ausgangspunkt ist die öffentliche Debatte um "Identitätspolitik", die feministische Bewegungen häufig als spalterisch kritisiert. Die Autorin zeigt jedoch, dass Fragen nach Identität, Gleichheit und Differenz seit Langem zentrale Spannungsfelder feministischer Theorie darstellen. Besonders seit den 1990er Jahren prägten poststrukturalistische Ansätze den sogenannten "Streit um Differenz", der das traditionelle Verständnis von "der Frau"als politischer Kategorie infrage stellte. Dadurch verschob sich der Fokus von Interessens- zu Identitätspolitiken, zugleich gerieten essenzialistische und universalistische Positionen unter Druck. Die Kritische Theorie spielt in diesem Ringen eine wichtige, aber ambivalente Rolle: Obwohl feministische Denkerinnen früh sowohl an den Einschränkungen als auch an den Potenzialen dieser Tradition ansetzten, entwickelten Vertreterinnen wie Fraser, Benhabib, Allen oder Becker-Schmidt die Denkschule entscheidend weiter und verknüpften Gesellschafts-, Erkenntnis- und Subjektkritik mit feministischen Anliegen. Einheitliche Positionen entstanden dabei nicht, da die Kritische Theorie selbst kein geschlossenes System bildet. Seit den 2000er Jahren prägen intersektionale und postkoloniale Ansätze die Debatte. Sie versprechen, das Dilemma von Gleichheit und Differenz zu überwinden, indem sie verschiedene Machtachsen simultan berücksichtigen und Identitäten weder essenzialisieren noch vollständig dekonstruieren. Die feministische Rezeption dieser Ansätze erweitert zugleich die zeitgenössische Kritische Theorie und knüpft teilweise an neomarxistische Strömungen an. Die Arbeit rekonstruiert diese Ideengeschichte diskursanalytisch in vier Phasen: die Rolle von Identität und Geschlecht in der frühen Frankfurter Schule, feministische Relektüren ab den 1970ern, den postmodernen Differenzstreit der 1990er sowie aktuelle intersektionale Weiterentwicklungen. Abschließend argumentiert die Autorin, dass die Kritische Theorie auch 85 Jahre nach Horkheimer keineswegs überholt ist: Durch kontinuierliche feministischen Weiterentwicklungen kann sie weiterhin zentrale Fragen einer interdisziplinären Gesellschaftstheorie beantworten und bietet wertvolle Perspektiven für heutige identitätspolitische Debatten.

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