Angst, Belohnung, Zucht und Ordnung

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Herrschaftsmechanismen im Nationalsozialismus, Schriften des Zentralinstituts für sozialwiss. Forschung der FU Berlin 41

ISBN: 3531115952
ISBN 13: 9783531115955
Herausgeber: Carola Sachse
Verlag: Springer Vieweg
Umfang: 344 S.
Erscheinungsdatum: 01.01.1982
Auflage: 1/1982
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert

InhaltsangabeAbkürzungsverzeichnis.- Die Bändigung der Arbeiterklasse im nationalsozialistischen Deutschland. Eine Einleitung.- Lohnpolitik im nationalsozialistischen Deutschland.- 1. Vorbemerkung.- 2. Die Rahmenbedingungen der nationalsozialistischen Lohnpolitik.- 3. Das Verhältnis von Dezentralisierung und Zentralisierung in der Lohnpolitik.- 3.1. „Neuordnung der Löhne“ – Neuordnung der Lohnpolitik.- 3.2. Staatliche Eingriffe in die Lohnentwicklung. Flankierende Maßnahmen I: Preiskontrolle.- 3.3. Staatliche Eingriffe in die Lohnentwicklung. Flankierende Maßnahmen II: Beschränkung der Freizügigkeit der Arbeitskräfte.- 3.4. Direkte staatliche Lohnkontrollen; die Entwicklung ab 1938.- 3.5. Vorläufiges Fazit.- 4. Lohn als politisches Instrument.- 4.1. Daten zur Entwicklung der lohnabhängigen Einkommen.- 4.2. Die lohnpolitische Segmentierung der Arbeiterklasse.- 4.3. Die Differenzierung des Lohns: der „Leistungslohn“.- 4.4. Arbeit als staatspolitische Pflicht.- 5. Fazit.- Betriebsgemeinschaft und innerbetriebliche Herrschaft.- 1. Das Arbeitsverhältnis als „Betriebsführer“-„Gefolgschafts“-Verhältnis.- 2. Die Betriebsordnung.- 3. Der Vertrauensrat.- 3.1 Die Beseitigung der Betriebsräte.- 3.2 Die Aufgaben des Vertrauensrats.- 3.3 Die Vertrauensrats-„Wahlen“.- 4. Soziale Ehrengerichtsbarkeit.- Hausarbeit im Betrieb. Betriebliche Sozialarbeit unter dem Nationalsozialismus.- 1. Die Anfänge der betrieblichen Sozialarbeit.- 2. Werksfamilienfürsorge in den zwanziger Jahren.- 3. Das „Bielefelder Modell“ der „Sozialen Betriebsarbeit“.- 4. Kleinkrieg der Großen: Industrie und DAF im Clinch um betriebliche Einflußsphären.- 5. Wohin mit den Frauen? Fabrik oder Familie? Soziale Betriebsarbeit contra Werksfamilienfürsorge.- 5.1. Das DAF-Konzept der „Sozialen Betriebsarbeit“.- Von 1929/30 bis 1934/35.- Von 1935/36 bis 1939/40.- Von 1940/41 bis 1944/45.- Zusammenfassung.- Arbeiterurlaub im Dritten Reich.- 1. Urlaubspolitik als integrative Sozialtechnik: Gegenstand und Fragestellung.- 2. Die Urlaubsregelung.- 3. Die Urlaubsnutzung.- 3.1. „Kraft durch Freude“ – das Freizeitwerk der Deutschen Arbeitsfront.- 3.2. Quantitative Aspekte des „KdF“-Tourismus.- 3.3. Mit „KdF“ in den Urlaub.- 3.4. Versuch einer Evakuierung des „KdF“-Tourismus.- 4. Die nationalsozialistische Urlaubspolitik: Zusammenfassende Schlußbetrachtung.- Bibliographie.

Artikelnummer: 5453987 Kategorie:

Beschreibung

Seit einigen Jahren hat das Zentralinstitut für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin, in dessen Schriftenreihe der vorliegende Band erscheint, einen Arbeitsbereich Vergleichende Faschismusforschung eingerichtet. Eine der we­ sentlichen Fragen, die die Forschung in diesem Arbeitsbereich bestimmte, war das Problem, wie die Wirkung der nationalsozialistischen Herrschaft auf die Kontinui­ tät/Diskontinuität der Entwicklung der Klassenbeziehungen in Deutschland einzu­ ordnen sei. Analysen der nationalsozialistischen Ideologie und des nationalsoziali­ stischen Terrors allein vermögen das Problemfeld nicht abzudecken, ebensowenig abstrakte theoretische Überlegungen. Vielmehr sind hierzu vor allem konkrete Un­ tersuchungen der nationalsozialistischen Herrschaftsmechanismen und der Reak­ tionen auf diese Mechanismen zu erstellen. Es ist nach den weniger spektakulären Formen der alltäglichen Gewalt zu fragen, nach den vielfältigen Sanktions- und Be­ lohnungssystemen, die die Integration der Arbeiterklasse in die nationalsozialisti­ sche "Volksgemeinschaft" steuern sollten. Aus der auf dieser Basis geführten Diskussion heraus, die nicht auf den Arbeits­ bereich Vergleichende Faschismusforschung beschränkt blieb, sondern auch Wissen­ schaftler anderer Bereiche der Freien Universität Berlin und anderer Hochschulen einbezog, bildete sich eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe, deren Mitglieder aus ih­ rem jeweiligen Arbeitszusammenhang Beiträge zur Analyse konkreter Ausprägun­ gen der nationalsozialistischen Herrschaft verfaßten: Carola Sachse (Politik- und Geschichtswissenschaften), Mitglied des Arbeitsbereichs Vergleichende Faschismus­ forschung, arbeitet zur Zeit an ihrer Dissertation zum Thema "Betriebliche Sozial­ politik unter dem Nationalsozialismus". Tilla Siegel (Wirtschaftswissenschaften), ehemaliges Mitglied des Arbeitsbereichs Vergleichende Faschismusforschung, ar­ beitet an einem Forschungsvorhaben "Lohn als politisches Instrument. Verände­ rung der Formen betrieblicher Herrschaft in der deutschen Industrie 1938/39 bis 1945".

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