Graf Ferdinand von Zeppelin. Ein Mann der Tat

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Eine Biografie mit 27 Bildern

ISBN: 3963453303
ISBN 13: 9783963453304
Autor: Vömel, Alexander
Verlag: Severus
Umfang: 220 S.
Erscheinungsdatum: 20.05.2021
Auflage: 1/2021
Format: 1.6 x 21 x 14.8
Gewicht: 330 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert

Über vierzig Jahre konkurrierten sie miteinander um das Reich der Luft: das Flugzeug und das Luftschiff. Dass das Flugzeug gewinnen würde, war alles andere als vorhersehbar. Lange Zeit schien das Luftschiff die Vorherrschaft über den Himmel übernommen zu haben. Die großen, bis zu 248 Meter langen Schiffe besiedelten zwischen 1900 und 1937 den Himmel über Deutschland und der Welt. Das Gesicht zu diesem Erfolg gehörte vor allem einem Mann: Graf Ferdinand von Zeppelin, oft auch Vater der Luftschifffahrt genannt. Seine Rolle in der Luftschifffahrt war so zentral, dass sein Name damals wie heute oft als Synonym für eine ganze Fahrzeugklasse verwendet wird. Statt Luftschiff sagt man „Zeppelin“. Von 1899 bis zu seinem Tod 1917 steckte Ferdinand von Zeppelin seine Zeit und Energie – und einen Großteil des Familienvermögens – allein in die Entwicklung der Luftschiffe. Seine Überlegungen dazu trug der Graf schon über lange Zeit mit sich herum. Bereits 1874 erwähnte er in einem Tagebucheintrag erstmals die Idee, einem Ballon mithilfe eines Skeletts eine aerodynamische Form zu geben, um ihn besser steuern zu können. Im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71), an dem er als Hauptmann beteiligt war, hatte er gesehen, dass die Franzosen Ballons zur Beobachtung und Kommunikation einsetzten, sie die mangelnde Steuerbarkeit jedoch stark einschränkte. Nach Beendigung seiner Karriere im Militär und seinem Ausscheiden aus dem Staatsdienst – mit 52 Jahren – begann Zeppelin damit, seine Idee eines steuerbaren Luftschiffs in die Tat umzusetzen. Sein erster Luftschiff-Prototyp „LZ 1“ hob schließlich 1900 in die Luft und hielt sich dort, bevor er auf dem Bodensee notwassern musste, für 18 Minuten – ein erster Erfolg, umjubelt von tausenden Zuschauern. In Manzell am Bodensee, einem Stadtteil von Friedrichshafen, entstand unter seiner Leitung in den Folgejahren eine Serie von Luftschiffen, die große Begeisterungsstürme auslösten und bald so sicher waren, dass sich der Traum vom Fliegen nun auch für (meist besser betuchte) Zivilisten erfüllte. Wie es im Allgemeinen der Fall ist, kamen auch Zeppelins Ideen nicht aus dem Nichts, sondern basierten auf der Vorarbeit vieler Menschen: Im 18. und besonders im 19. Jahrhundert widmeten sich viele Tüftler und Ingenieure der Weiterentwicklung der Luftschifffahrt. Die Ballons, die es bisher gegeben hatte, hatten keinen selbstständigen Antrieb, und es mangelte ihnen an Steuerbarkeit. Ein erster Schritt in Richtung bessere Steuerung war im Jahr 1784 die Erfindung des französischen Generals Jean Baptiste Meusnier: Er entwickelte einen länglichen Ballon, der nicht allein vom Wind abhängig war, sondern sich durch drei mit Handkraft betriebene Propeller antreiben ließ. Ganz neue Möglichkeiten eröffneten den Luftfahrern dann die technischen Entwicklungen im 19. Jahrhundert. So gelang es Henri Giffard 1852 mithilfe einer Dampfmaschine, die horizontale Fahrtrichtung seines Ballons zu bestimmen; das Lenken stellte aber weiterhin ein Problem dar. Mit dem relativ neuen Elektromotor erzielten 1884 schließlich die beiden Franzosen Charles Renard und Arthur Constantin Krebs einen großen Erfolg: Mit ihrem Luftschiff „La France“ gelang es ihnen, gezielt zu ihrem Startplatz zurückzufliegen – das Luftschiff war steuerbar. Als noch besser erwiesen sich die Modelle des Brasilianers Alberto Santos Dumont. 1898, als Zeppelin mit seinem Bauvorhaben noch gar nicht begonnen hatte, hob dessen erster Prototyp in Frankreich ab. Mit seinem dritten Luftschiff, ausgestattet mit Verbrennungsmotor, gelang Dumont 1901 sein berühmter 30-minütiger Rundflug über Paris, bei dem er auch den Eiffelturm umflog. In seinem Heimatland Brasilien wird er noch heute als Nationalheld gefeiert, geriet im Rest der Welt aber weitgehend in Vergessenheit. Während die meisten Luftschiffe des 19. Jahrhunderts, und die bisher genannten, eher länglichen Ballons ähnelten, setzte sich mit den Zeppelinen ein neuer Luftschifftyp durch: die Starrluftschiffe. Ein festes Gerüst a

Artikelnummer: 937851 Kategorie:

Beschreibung

"Seine Rolle in der Luftschifffahrt war so zentral, dass sein Name damals wie heute oft als Synonym für eine ganze Fahrzeugklasse verwendet wird." Vom zunächst verspotteten Entwickler des "Ballons der Lüfte" wurde Graf Ferdinand von Zeppelin laut Kaiser Wilhelm II zum "größten Deutschen des Jahrhunderts". Sein Name steht weltweit für die ersten großen Erfolge der Luftfahrt in der zivilen Personenbeförderung und noch heute halten die Luftschiffe "Hindenburg" und "Graf Zeppelin" den Rekord als größte Fluggefährte, die je gebaut wurden. Detailreich und auf Quellen von Zeppelins Tochter basierend schildert Alexander Vömel (1863-1949) das eindrucksvolle Leben des unermüdlichen Grafen Ferdinand von Zeppelin. Im Fokus steht dabei die Entwicklung des Luftschiffs als eine der größten Innovationen in der Luftfahrt. So entstand ein Zeitdokument über den damaligen Volkshelden, der seinerzeit als Vorbild für die Jugend verehrt wurde.

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