Beschreibung
Rudolf Herrnstadt (1903-1966), Journalist, Kundschafter, Emigrant. Nach dem Krieg Gründer des Berliner Verlages, später Chefredakteur des Neuen Deutschland. 1953 Verlust aller Funktionen, im Jahr darauf Ausschluß aus der Partei. Verbannt bis zum Lebensende ins Staatsarchiv in Merseburg. Das ist eine Biographie, aus der sich eine treffliche Anklage machen läßt. Seine Tochter konnte dieser Versuchung nicht widerstehen. Ihr Buch 'Wäre es schön? Es wäre schön! Mein Vater Rudolf Herrnstadt' fand darum den Beifall der DDR-Kritiker. Klaus Huhn, der unter Herrnstadt im ND arbeitete und manch Händel mit ihm hatte, nimmt den Vater vor der Tochter in Schutz. Mehr noch: Er bricht für den Kommunisten Herrnstadt eine Lanze. Und flicht wie stets in seine Polemik Begebenheiten ein, die sich in keinem Geschichtsbuch finden.
Autorenporträt
Klaus Huhn, geboren 1928 in Berlin, ist seit 1945 publizistisch tätig. Er gehörte zur Gründergeneration des Neuen Deutschland und war bis 1990 dort tätig, 38 Jahre als dessen Sportchef. Er berichtete von 17 Olympischen Spielen und wurde vom Internationalen Olympischen Komitee 1988 mit dem Journalistenpreis ausgezeichnet. Er erwarb sich auch international Ansehen und wurde 17 Jahre lang bis 1993 in den Vorstand des Europäischen Sportjournalistenverbandes (UEPS) gewählt, wo er als Generalsekretär tätig war. Nach seinem Ausscheiden aus dem ND gründete er den Spotless-Verlag, bei dem inzwischen weit über 200 Bücher erschienen, darunter nicht wenige von Klaus Huhn selbst
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