Die Traumlandschaften Ludwig Tiecks

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Traumreise und Individuationsprozeß aus romantischer Perspektive

ISBN: 3531120417
ISBN 13: 9783531120416
Autor: Garmann, Gerburg
Verlag: Springer VS
Umfang: 323 S.
Erscheinungsdatum: 01.01.1989
Gewicht: 467 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert

InhaltsangabeEinführung.- I. Von der Landschaft zur Traumlandschaft.- 1. Neuschöpfung von Landschaft durch ästhetische Landschaftsschau: Die Landschaftsmalerei als Basis poetisch-ästhetischer Landschaftsschau.- 1.1. Eine besondere Form neuer Landschaftsschau: Die romantische Traumlandschaft.- 1.2. Die Geschichte des Traumes.- II. Romantische Traumlandschaften als Möglichkeiten der Wirklichkeit.- 2. Von den realistischen, geordneten und begrenzten klassischen Landschaften Goethes zu den Traumlandschaften Ludwig Tiecks.- 2.1. Die Symbollandschaft Goethes und die allegorisch-symbolische Traumlandschaft der Romantik.- 2.2. Ludwig Tiecks Traumlandschaften im Hinblick auf ihre allegorische Symbolik.- 3. Die Traumlandschaftshandlung und die drei Arten des Reisens.- 3.1. „Der blonde Eckbert“ oder die erste Art des peisens.- 3.2. „Franz Sternbald“ oder die zweite Art des Reisens.- 3.3. „Die Elfen“ oder die dritte Art des Reisens.- 3.4. Zusammenfassung: Die Bedeutung der drei Arten des Reisens für die Strukturen der Landschaftshandlung.- 4. Exkurs: Die Bedeutung des Rousseauschen „Rêverie“-Begriffs, bezogen auf das sich in den Tieckschen Traumlandschaften artikulierende romantische Traumverständnis.- 5. Besondere Formen der Traumlandschaften Tiecks.- 5.1. Die unterirdische, magisch-kristalline Traumlandschaft der Bergwelt.- 5.1.1. Tannhäuser.- 5.1.2. Der Runenberg.- 5.1.3. Der Tannhäuser und der Runenberg: Ein Vergleich ihrer kristallinen Landschaften unter Einbeziehung des Heinrich von Ofter-dingen.- 5. 2. Die Traumlandschaften oberirdischer Magie.- 5. 2. 1. Liebeszauber.- 5. 2. 2. Der Pokal.- 6. Erotische Traumlandschaften.- 7. Musikalische Traumlandschaften.- III. Bilder und Symbole der Tieckschen Traumlandschaften: Ihre archetypischen Gehalte und ihre Funktionen im sich an Landschaft vollziehenden Individuationsprozeß. Versuch einer Grammatologie.- 8. Romantische Psychologie und moderne Tiefenpsychologie: Carl Gustav Carus und Carl Gustav Jung. Zwei verwandte Modelle im Hinblick auf ein mögliches Interpretationsverfahren der Tieckschen Traumlandschaftsspsychologie.- 8. 1. Die vegetative Symbolik der Landschaftsformationen und der Akt des Traumreisens.- 8.2. Vegetative Symbole und vegetative Symbolkomplexe.- 8.2.1. Klippe und Strom.- 8.2.2. Feuer und Wasser.- 8.2.3. Blume und Stein.- 9. Theriomorphe Symbolik oder die Stufe des Weltbewußtseins.- 10. Tieck und die Symbolik des Selbst oder die Stufe des Selbstbewußtseins.- 10.1. Das Mandala von Raum und Zeit.- 10.2. Tieck und das Problem der Quaternitätskontel-lationen und der ternarischen Strukturen.- 10.3. Tieck und die Quadratur des Zirkels als Ganzheitssymbol des Individuationsprozesses.- 11. Rückblick und Ausblick: Parallelen zwischen dem „wahren Nichts“ und der „kollektiven Identität „.- Anmerkungen.- Literatur.

Artikelnummer: 535852 Kategorie:

Beschreibung

Traum und Landschaft als maSgebliche Konstituenten der friih­ romantischen und romantischen Poesie und Philosophie habe- mi t Unterbrechungen - immer wieder das Interesse der For­ schung auf sich gelenkt. Bisher blieb allerdings der enge zusammenhang dieser beiden Phanomene im Sinne einer roman­ tischen Selbstartikulation weitgehend unberiicksichtigt. Um es iiberspitzt zu formulieren: Entweder richtet sich das For­ schungsinteresse auf eine phanomenologische Deskription und kritische Evaluation der romantischen Landschaften, wobei die, wie ich meine, notwendige komplementare Kategorie des Traumes nur am Rande, etwa unter den Termini "Stimmungs­ landschaften" oder "Seelenlandschaften"l Eingang in diese Studien findet; oder der Schwerpunkt liegt umgekehrt auf der 2 Erforschung der Bedeutung und Wiederentdeckung des Traumes, ohne dann freilich das Medium "Landschaft", an dem sich die Traumerfahrung essentiell manifestiert, geniigend in den Blick zu nehmen. Dabei hat die romantische Naturphilosophie selbst immer wieder die Verbindung von Traum und Natur be­ tont; in der "Symbolik des Traumes" fiihrt Schubert aus: Von j enen Bildern und Gestalten, denen sich die Sprache des Traumes, so wie der Poesie und der hoheren prophetischen Re­ gion als worte bedienen, finden wir die Originale in der uns umgebenden Natur, und diese erscheint uns schon hie~rinnen als eine verkorperte Traumwelt.

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