Beschreibung
Ein Lungenabszess ist eine hohlraumartige, nekrotische Läsion des Lungenparenchyms. Er entsteht in der Regel als Folge der Inhalation von anaeroben Bakterien oder einer Mischflora. Primäre Lungenabszesse treten bei zuvor gesunden Patienten ohne zugrunde liegende Komorbiditäten auf. Sie treten häufig solitär auf. Sekundäre Lungenabszesse entwickeln sich eher bei Patienten mit zugrunde liegenden Erkrankungen und können multipel auftreten. Die Diagnose wird in der Regel anhand einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs gestellt, die einen Lungenhohlraum mit einem hydroaerischen Niveau zeigt. Typischerweise ist der Lungenabszess von einer dicken, unregelmäßigen Wand umgeben, um die herum sich ein Lungeninfiltrat befindet. Die dif-ferenziellen Diagnosen der Lungenkavitation sind vielfältig. Es kann sich um andere Arten von Infektionen, Neoplasien oder Bronchialfehlbildungen handeln. Die Behandlung beruht in der Regel auf einer längeren Antibiotikabehandlung. Ein Versagen der Erstbehandlung kann sich in einer Sepsis oder in Komplikationen äußern, die eine perkutane oder endoskopische Drainage oder einen chirurgischen Eingriff erforderlich machen.
Autorenporträt
Feki Walid wurde am 27. Juni 1981 in Sfax geboren. Während seiner beruflichen Laufbahn arbeitete er zunächst als Assistenzarzt und ab 2012 als klinisch-universitärer Assistent. Derzeit ist er seit 2018 außerordentlicher Professor für Pneumologie in der Abteilung für Pneumologie des CHU Hédi Chaker in Sfax.
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