Beschreibung
Nach dem Kriege wandte sich das allgemeine Interesse wieder den Hirnverletzun gen der Kinder und Jugendlichen, ihrer Behandlung und Rehabilitation zu. So ist es sehr zu begriiBen, wenn nun iiber den Verlauf und die Riickbildung der cerebralen Schaden an 240 Fallen bei einer Beobachtungsdauer bis zu 11 Jahren be richtet werden kann. Dabei tauchen natiirlich gleich die Fragen nach der rechtzeitigen Rehabilitation auf. Sicher ist, daB die Behandlung der Ausfalle nicht friih genug be ginnen kann, wie wir es an den Erfahrungen bei unseren Hirnverletzten wahrend des Krieges beobachten konnten. Parallellaufende EEG-Ableitungen sowie psychologische Testverfahren erganzen sehr wirkungsvoll die neurologisch gewonnene Beurteilung von der Art und Aus dehnung der Hirnschadigung. Bei der Haufigkeit der Verkehrsunfalle - gerade bei Kindern - verdient dieser Bericht eine besondere Beachtung. Die Arbeit diirfte vor allem bei den erstversorgenden Chirurgen und ihren be ratenden Neurologen und Psychiatern besonderes Interesse finden. Etwas mochte ich noch hinzufiigen, was mir sehr am Herzen liegt: Es fehlen heute noch ausreichende Einrichtungen stationarer und vor allen Dingen ambulanter Art fiir die Rehabilitation von hirnverletzten Kindern und Jugendlichen, die in den iib lichen Tagesstatten fiir "Korperbehinderte Kinder" wegen ihres - mindestens vor iibergehend - auffalligen Sozialverhaltens nicht tragbar sind und auch nicht optimal gefordert werden konnen. Wie notwendig die Einrichtung derartiger Zentren ist, geht auch aus den vor liegenden Untersuchungen eindringlich hervor.
Autorenporträt
InhaltsangabeI. Einleitung.- 1. Fragestellung.- 2. Literaturübersicht.- II. Eigenes Krankengut.- 1. Auswahl.- 2. Gruppierung, Alters- und Geschlechtsverteilung.- 3. Untersuchungsmethodik.- III. Unfallarten und Unfallhergang.- 1. Unfälle unter Ausschluß der Verkehrsunfälle.- A. Flachstürze.- B. Hochstürze.- C. Sportunfälle.- D. Mißhandlungen und Schlägereien.- E. Sonstige Unfälle.- 2. Verkehrsunfälle.- 3. Unfallbegünstigende Faktoren.- IV. Die Bedeutung prätraumatischer Befunde für die Bewertung der Unfallfolgen.- V. Klinische Untersuchungen.- 1. Initialsymptome und Verläufe bei den Gruppen I und II [keine posttraumatische Bewußtlosigkeit (Bwl)].- A. Akutes Stadium.- a) Gruppe I: Kinder ohne nachweisbare Bewußtseinsstörung.- b) Gruppe II: Kinder mit posttraumatischer Bewußtseinsverände-rung (ohne nachweisbare Bwl).- c) Gruppe I und II: Einschlafsyndrom.- B. Remissionsstadium.- 2. Initialsymptome und Verläufe bei den Gruppen III und IV (posttraumatische Bwl bis zu 24 Std).- A. Akutes Stadium.- a) Neurologische Symptome.- b) Psychische Symptome.- Bewußtlosigkeit (Bwl).- Bewußtseinstrübung (Bwtr).- Durchgangssyndrom (DS).- B. Remissionsstadium.- C. Spätstadium (Nachuntersuchungen bei den Gruppen I-IV).- 3. Initialsymptome und Verläufe bei der Gruppe V (posttraumatische Bwl von mehr als 1 Tag-7 Tage) und bei der Gruppe VI (Bwl länger als 7 Tage).- Offene Hirnverletzungen (Gruppen V und VI).- Gedeckte Hirnverletzungen (Gruppen V und VI).- A. Epidurale Hämatome mit sekundärer Bwl.- B. Gruppe V: (Bwl 1-7 Tage). Gedeckte Verletzungen ohne Hämatome.- a) Akutes Stadium.- ?) Neurologische Symptome.- ?) Psychische Symptome.- b) Remissionsstadium.- C. Gruppe VI: (Bwl über 1 Woche). Gedeckte Verletzungen.- Akutes Stadium/Remissionsstadium.- ?) Neurologische Symptome.- ?) Psychische Funktionsstörung bei Verletzten ohne apallisches Syndrom.- ?) Psychische Funktionsstörung bei Verletzten mit apallischem Syndrom.- Bewußtlosigkeit (Koma).- Vollstadium des apallischen Syndroms.- Remission des apallischen Syndroms.- D. Spätstadium (Nachuntersuchungen bei den Gruppen V und VI).- 4. Diskussion der test-psychologischen Nachuntersuchungsbefunde bei den Verletzten der Gruppen IV, V und VI.- 5. Traumatische Aphasien.- 6. Statistische Zusammenhänge zwischen Dauer der Bewußtlosigkeit (Bwl) und anderen psychopathometrischen Variabein.- 7. Adäquate und abnorme Erlebnisreaktionen.- 8. Wiederherstellungstherapie.- VI. EEG-Untersuchungen.- Besonderheiten des normalen und posttraumatischen Kinder-EEG.- Eigene Untersuchungen.- 1. Methodik.- 2. EEG-Befunde der Gruppen I und II.- A. EEG-Befunde im Initialstadium.- B. EEG-Verlaufsuntersuchungen.- C. EEG-Befunde bei besonderen klinischen Syndromen.- 3. EEG-Befunde der Gruppen III und IV.- A. EEG-Befunde im Initialstadium.- B. EEG-Verlaufsuntersuchungen.- C. EEG-Befunde bei besonderen klinischen Syndromen.- 4. Spätstadium (EEG-Nachuntersuchungen bei den Gruppen I-IV).- 5. EEG-Befunde der Gruppen V und VI.- EEG-Befunde bei Verletzten mit langdauernder Bwl unter Ausschluß des apallischen Syndroms.- A. EEG-Befunde im Initialstadium.- B. EEG-Verlaufsuntersuchungen im Remissionsstadium.- C. EEG-Befunde bei besonderen klinischen Syndromen.- D. EEG-Nachuntersuchungen im Spätstadium.- EEG-Befunde bei Verletzten mit langdauernder Bwl und apallischem Syndrom.- A. EEG-Befunde im Initialstadium.- B. EEG-Befunde im Remissionsstadium des apallischen Syndroms.- C. EEG-Nachuntersuchungen im Spätstadium nach apallischem Syndrom.- VII. Zusammenfassung der Ergebnisse.- 1. Klinische Ergebnisse.- 2. Ergebnisse der EEG-Untersuchungen.- Literatur.- 1. Klinische Literatur.- 2. EEG-Literatur.
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