Pseudocholinesterasen

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Pharmakogenetik, Biochemie, Klinik

ISBN: 3642879748
ISBN 13: 9783642879746
Autor: Goedde, Heinz Werner/Doenicke, Alfred/Altland, Klaus
Verlag: Springer Verlag GmbH
Umfang: xvi, 272 S.
Erscheinungsdatum: 29.03.2012
Auflage: 1/2012
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert
Artikelnummer: 4370018 Kategorie:

Beschreibung

InhaltsangabeA. Biochemie und Genetik der Pseudocholinesterasen.- Einführung.- I. Definition und Abgrenzung gegen andere Esterasen.- 1. Die Arylesterasen oder A-Esterasen (E. C. 3. 1. 1. 2).- 2. Die Carboxylesterasen (Aliesterasen) (E. C. 3. 1. 1. 1) und Lipasen (E. C. 3. 1. 1. 3).- 3. Die Atropinesterasen (E. C. 3. 1. 1. 10).- 4. Die Cholinesterasen (E. C. 3. 1. 1. 7 und E. C. 3. 1. 1. 8).- II. Das normale Enzym.- 1. Chemische und physikalische Eigenschaften der Pseudocholin- esterase (E. C. 3. 1. 1. 8).- 2. Substrate.- 3. Hinweise für verschiedene Pseudocholinesterase-Aktivitäten im Serum.- 4. Untersuchungen zur physiologischen Funktion der Pseudo- cholinesterase.- 5. Histochemischer Nachweis des normalen Enzyms.- 6. Substratspezifität.- 7. Inhibitoren.- 8. Aktivatoren.- 9. Reaktivatoren.- III. Methodik.- 1. Die Messung der Aktivität.- 2. Die Hemmung der enzymatischen Reaktion.- 3. Histochemische Darstellung.- 4. Elektrophoretische Darstellung der Pseudocholinesterase.- a) Papierelektrophorese.- b) Stärkegelelektrophorese.- c) Zweidimensionale Elektrophorese.- 5. Ionenaustauschchromatographie.- 6. Gelfiltration.- IV. Die "dibucainresistente" Pseudocholinesterase-Variante.- 1. Abgrenzung gegen das normale Enzym.- 2. Formal- und populationsgenetische Untersuchungen.- V. Die "fluoridresistente" Enzymvariante.- 1. Mechanismus der Hemmwirkung des Natriumfluorid.- 2. Formalgenetische Untersuchungen.- VI. Die durch das "silent gene" kontrollierte Enzymvariante.- 1. Fälle und deren Nachweis.- 2. Zwei Varianten der Pseudocholinesterase in einer Familie.- 3. Formalgenetische und populationsgenetische Untersuchungen.- a) Hypothese A.- b) Hypothese B.- 4. Nachweis von Protein und Enzymaktivität der Pseudocholin- esterase im Serum (Phänotypus Ch1SS).- Untersuchungen zum Nachweis der Enzymvarianten der Pseu- docholinesterase in verschiedenen Organen.- In vitro-Untersuchungen zur enzymatischen Umsetzung von Succinyldicholin.- VII. Die C5-Komponente.- Formalgenetische Untersuchungen.- VIII. Zusammenfassung der formalen Genetik der Pseudocholinesterasen.- Formalgenetisches Modell.- IX. Anwendung der Pseudocholinesterase-Varianten-Bestimmung in der Paternitätsbegutachtung.- 1. Empirische Überprüfung.- 2. Ausschlußkonstellationen.- 3. Kasuistik.- X. Aktivität, Spezifität und Variabilität von Serumproteinen verschiedener Species; genetische und phylogenetische Aspekte.- 1. Transferrine.- 2. Esterasen.- a) Atropinesterasen (E. C. 3. 1.1. 10).- b) Cholinesterasen.- XI. Zur Reaktivität der Pseudocholinesterasen mit Substraten und Inhibitoren ("aktive Stellen" des Enzymproteins).- 1. Methoden für den Nachweis der Phosphorylierung durch DFP an der esteratischen Stelle, die zur Bildung einer inaktiven Enzym-Substrat-Verbindung führt.- 2. Zur Reaktionsweise der Imidazolgruppe des Histidins.- 3. Zur Reaktionsweise der Hydroxylgruppe des Serins.- 4. Zur Reaktionsweise der Carboxylgruppe einer benachbarten Aminosäure.- 5. Biologische Bedeutung der "aktiven Stelle" (des aktiven Zentrums) von Enzymen.- 6. Hinweise für das Vorhandensein der anionischen Stelle.- 7. Hinweise, daß unabhängig von der anionischen Stelle eine esteratische Stelle existiert.- 8. Zum Mechanismus von Esterspaltung und Inhibition.- 9. Beziehungen zwischen Struktur und Anticholinesterase-Wirk- samkeit.- 10. Reaktivierung (Umkehr der Hemmung).- 11. Unterschiedliche Hemmung verschiedener Cholinesterasen.- B. Klinische Bedeutung der PseudoCholinesterase.- I. Das Verhalten der Pseudocholinesterase-Aktivität bei Erkrankungen.- 1. Lebererkrankungen.- a) Hepatiditen.- b) Lebercirrhose.- 2. Paralleles Verhalten der Albuminsynthese zur Pseudocholinesterasesynthese.- 3. Myokardinfarkt.- 4. Anaphylaktische Reaktion.- 5. a) Das Verhalten der Pseudocholinesterase im postoperativen Schock.- b) Bedeutung morphologischer und enzymhistochemischer Leberuntersuchungen für die Klinik.- 6. Myasthenia gravis und Pseudocholinesterase.- 7. Der Wert der Pseudocholinesterase-Bestimmung in der Klinik.- a) Prüfung von zwei Be

Die Pseudocholinesterase ist ein auBergewohnliches Enzym, das auf sehr verschiedenartigen Gebieten eine besondere Rolle spielt. Die Aktivitat des Enzyms im Serum wird zur Uberpriifung der Leberfunktion gemessen. Ebenso kann man durch derartige Bestimmungen auf den Grad von Ver­ giftungen durch Anticholinesterasen schlieBen. Es war das erste Serum­ Fur Anaesthe­ enzym, uber dessen genetische Kontrolle berichtet wurde. sisten und Chirurgen hat dieses Enzym besondere Bedeutung, da es Suc­ cinyldicholin abbaut und dadurch die Moglichkeit gegeben ist, ein aus­ gezeichnetes Kurzzeit-Muske1relaxans anzuwenden. Auf dem Gebiet der Psychiatrie dient es dazu, die Nebenwirkungen der Elektroschock-Therapie auszuschalten. Die physiologische Funktion steht immer noch zur Diskus­ sion. Es ist von groBem Interesse, daB die Pseudocholinesterase - im Gehirn, im Darm und in den Nervenendplatten der Muske1n - neben der "echten" Acetylcholinesterase auf tritt, die fur Acetylcholin in hohem MaBe spezifisch ist. Hohe Substratkonzentrationen hemmen dieses Enzym, wo­ hingegen die Pseudocholinesterase noch bei unphysiologisch hohen Kon­ zentrationen Acetylcholin umsetzt. Vielleicht ist die Funktion der Pseudo­ cholinesterase darin zu sehen, daB sie die lebensnotwendige Acetylcholin­ esterase bei einer unvorhergesehenen Anhaufung von Acetylcholin schutzt. Moglich ist auch, daB sie einen Schutzeffekt fUr die Acetylcholinesterase gegen kompetitive Inhibitoren, wie Z. B. das Succinyldicholin, ausubt.

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