Optimierung der Diagnostik

Lieferzeit: Lieferbar innerhalb 14 Tagen

54,99 

Merck-Symposium der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie Mainz, 18.-20.Januar 1973, Zusammenarbeit von Klinik und Klinischer Chemie

ISBN: 3540064621
ISBN 13: 9783540064626
Herausgeber: H Lang/W Rick/L Roka
Verlag: Springer Verlag GmbH
Umfang: xvi, 276 S., 1 s/w Illustr., 276 S. 1 Abb.
Erscheinungsdatum: 04.10.1973
Auflage: 1/1973
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert
Artikelnummer: 4374558 Kategorie:

Beschreibung

Meine sehr verehrten Kollegimien und Kollegen! Wenn wir uns die "Optimierung der Diagnostik" als Ziel gesetzt haben, meinen wir nicht nur eine Verbesserung in der Diagnostik an sich, sondern in erster Linie einen verbesserten Nutzen diagnostischer Ergebnisse fUr die gesamte arztliche Tatigkeit, d. h. fUr Prophylaxe, Therapie und Rehabi­ litation. Der Patient will gesund werden oder wenigstens so gut wie maglich mit seiner Krankheit leben. Eine noch so genaue Bezeichnung seiner Krank­ heit allein nutzt ihm nichts. Die Diagnose hat ihr Ziel verfehlt, wenn sie lediglich den Patienten als Diabetiker, Herz-oder Niereninsuffizienten, Ubergewichtigen, Leukamiker oder Asthmatiker bezeichnet. Die Diagnostik soll erkennen lassen, wie der Patient zu seiner Krankheit gekommen ist und was diese Krankheit fUr den Patienten bedeutet. Nicht das jetzige Ergebnis, sondern die Prozesse, die dazu gefiihrt haben, sind zu analysieren; warum, wann und wo Regelprozesse gestort wurden oder versagt haben. Die Diagno­ stik soll maglichst auf molekular-biologischer Ebene die individuellen Vari­ anten der Lebensprozesse erkennen lassen. Das Resultat soll nicht die Krankheitsbezeichnung, sondern der Behandlungsplan sein. Vergleichen wir die Klinische Chemie von heute mit diesen uns allen be­ kannten Forderungen, so mUssen wir feststellen, daB die Klinische Chemie Uber weite Strecken nur phanomenologische Informationen liefert, uns nur Uber Spuren abgelaufener Prozesse, nicht jedoch Uber den zugrundeliegenden KrankheitsprozeB selbst informiert. Der Blutzuckerspiegel z. B. laBt nicht erkennen, worin die Storung der Blutzuckerregulation im Einzelnen liegt. Genauso wenig kann die Verteilung der Blut-EiweiB-Fraktionen im Elektro­ pherogramm erklaren, wie eine beobachtete Umverteilung zustandekommt.

Herstellerkennzeichnung:


Springer Verlag GmbH
Tiergartenstr. 17
69121 Heidelberg
DE

E-Mail: juergen.hartmann@springer.com

Das könnte Ihnen auch gefallen …