Quantenbiologie

Lieferzeit: Lieferbar innerhalb 14 Tagen

54,99 

Einführung in Einen Neuen Wissenszweig. Mit dem Beitrag Friedrich Dessauer zum Gedächtnis von Boris Rajewsky

ISBN: 3642880150
ISBN 13: 9783642880155
Autor: Dessauer, Friedrich
Herausgeber: Kurt Sommermeyer
Verlag: Springer Verlag GmbH
Umfang: xx, 286 S., 63 s/w Illustr., 286 S. 63 Abb.
Erscheinungsdatum: 08.08.2012
Auflage: 2/2012
Format: 1.8 x 23.5 x 15.5
Gewicht: 494 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert
Artikelnummer: 5450108 Kategorie:

Beschreibung

Die Anwendung der PLANcKschen und EINSTEINSchen Vorstellungen über den quantenhaften Wirkungsaustausch zwischen Strahler und Feld und über die diskontinuierliche Struktur der elektromagnetischen Wellen (Photonen) auf biologische Probleme war im Jahre 1922 ein Gedanke, der vielen allzu kühn, ja phantastisch erschien. Aber jetzt, nach nur 30 Jahren, ist daraus ein großer Zweig der Biophysik geworden. Die Zahl der quantenbiologischen Publikationen geht in die tausende, immer mehr Forscher und Institute befassen sich damit, und doch bleibt der Eindruck, daß man trotz aller erzielten Resultate noch am Anfang stehe. Der Verfasser dieses Buches wurde 1933 durch die Machtergreifung des Nationalsozialismus aus seinem Forschungsgebiet herausgeworfen. Nach dem zweiten Weltkrieg, als Ordnung und friedliche internationale Forschungsarbeit wiederkehrten, fand er mit Freude und Dankbarkeit daß trotz aller Wirren, durch hervorragende Leistungen von Physikern, Chemikern, Biologen und Radiologen der neue Wissenszweig sich ent faltet hatte, unter Wahrung des ursprünglichen Gedankengutes, doch bedeutend erweitert durch Verfeinerungen und neue Züge, insbesondere aber durch ein gewaltiges Erfahrungsmaterial, das in fast allen Kultur ländern gewonnen wurde und das täglich wächst. Diese Entwicklung ist zugleich ein eindrucksvolles Beispiel für die Tragkraft und die Begrenzung physikalischer Modelle und deren mathe matisch-formale Behandlung im biologischen Forschungsraum. So groß die Leistung solchen Vorgehens auch ist und die Methode unent behrlich macht, so muß man sich doch stets ihrer Grenzen bewußt bleiben. Man stößt notwendig auf Befunde, wo die aus dem Modell gezogenen Folgerungen nicht mehr stimmen, weil das Modell stets zu grob ist und auch nach Verfeinerung keine endgültige Geltung erhält.

Autorenporträt

InhaltsangabeErster Teil. Einleitung.- Erstes Kapitel: Biologische Quantenphysik.- § 1. Anfangsschwierigkeiten.- § 2. Heutige Ausbreitung.- § 3. Eigene Methoden.- § 4. Die erste quantenbiologische Untersuchung: Unspezifische Gewebsreaktionen nach Photonenabsorption. Direkte und indirekte Wirkung.- Literatur.- § 5. Der Ausbau der Depot- oder "Treffertheorie".- § 6. Einschaltung über die Quantentheorie chemischer Bindungen.- § 7. Zusammenfassung der bisherigen Resultate. Ergänzungen.- Literatur.- § 8. Energiewanderungen und Diffusionen.- Literatur.- § 9. Photosynthese.- § 10. Allgemeine Bemerkung über die Wirkung absorbierter Licht-, Ultraviolett- und Korpuskelstrahlung.- § 11. Quantenbiologie des Sehens.- Zweites Kapitel: Formalismus der quantenbiologischen Depot-(=Treffer) Theorie.- § 1. Ansätze.- § 2. Auswertung der Kurven 1.- § 3. Die Einführung eines formalen Volumens (Trefferbereiches) durch Crowther.- § 4. Auswertung der Kurven 2.- § 5. Weitere Verfahren zur Auswertung der experimentell erhaltenen Kurven.- § 6. Versuche zur weiteren Anpassung des Formalismus an komplexe biologische Objekte.- § 7. Einige Hilfsmittel. Notiz über die Dosiseinheit.- § 8. Depotverteilung und wirksamer Bereich.- Drittes Kapitel: Quantenbiologie in der Genetik.- A. Experimentelle und cytologische Genetik.- §1 Anfang.- § 2. Bemerkung über biologische Objekte.- § 3. Genetischer Grundgedanke.- § 4. Züchtungs-Genetik und Chromosomenforschung.- § 5. Kernteilung und Chromosomen.- § 6. Kopplung von Erbfaktoren.- § 7. Manifestierung des Erbgutes. - Mendelsche Regeln.- § 8. Mutationen.- B. Methoden und Ergebnisse.- § 1. Erbmerkmale gebunden an Träger.- § 2. Die experimentellen Befunde bei Gen-Mutationen.- § 3. Befunde bei Chromosomen-Mutationen. Aberrationen. Rolle der indirekten Wirkung.- C. Quantenbiologische Analyse der Gen-Mutationen.- § 1. Ausgang.- § 2. Sind "spontane" Mutationen induziert ?.- § 3. Ursachen der Spontanmutation.- § 4. Temperaturabhängigkeit. Deutung.- § 5. Zusammenfassung der quantenbiologisch-reaktionskinetischen Analyse.- Viertes Kapitel: Neuere Ergebnisse und Probleme.- § 1. Viren, Bakteriophagen, Bakterien.- 1. Viren. Bakteriophagen.- 2. Schädigungsanalyse bei Viren und Phagen.- 3. Diskussion.- 4. Schädigung der Bakterien, Viren und Phagen durch Ultraviolett-Quanten.- 5. Mutationen bei Bakterien, Viren, Phagen.- 6. Reaktivierungen.- § 2. Chemische Reaktionen im Anschluß an Absorptionsdepots. Aktivierung des Lösungsmittels. Indirekte Wirkungen.- 1. Photochemie, Photodissoziation, Photosensibilisierung, fluorescierende Lösungen.- 2. Radiochemie. Gase, Lösungen, Aktivierung des sauerstoffhaltigen Wassers. Diffusion der aktivierten Partikel.- 3. Neuere Ergebnisse über die Aktivierung des Lösungsmittels.- § 3. Eiweißlösungen und andere Kolloide.- 1. Versuche mit Eiweiß-Solen.- 2. Versuche mit anderen Solen.- 3. Diskussion der Bestrahlungs-Versuche mit Kolloiden.- 4. Elektrophoretische Analyse der Strahlen- und Schutzwirkungen.- Literatur.- § 4. Neue Versuche über "indirekte" Wirkung durch Milieubeteiligung. Diffusionseinfluß. Tiefkühlung.- 1. Versuche und Ergebnisse.- 2. Diskussion.- 3. Konsequenzen.- Literatur.- § 5. Tötungsanalyse nach Totalbestrahlung.- Literatur.- § 6. Indirekte Wirkung und Schutzwirkung.- 1 Prinzip des Schutzes gegen indirekte Wirkung.- 2. Experimente über indirekte Wirkung.- 3. Schutzwirkungen im lebenden Organismus.- 1. Bemerkungen über die Anwendung physikalischer Gedankengänge und mathematischer Formalismen auf biologische Probleme.- 2. Ein Gedenkblatt.- Zweiter Teil. Der heutige Stand der Quantenbiologie. Von K. Sommermeyer. Vorbemerkungen.- I. Grundlagen.- Erstes Kapitel: Allgemeine Treffertheorie.- 1. Ansätze zur Darstellung der Dosis-Wirkungskurven.- a) Ansatz nach Blau und Altenburger.- b) Ansatz für Kollektive.- c) Organismusansatz.- d) Gemischte Mehrbereichsansätze.- 2. Komplexe Dosis-Wirkungskurven und biologische Variabilität.- a) Dosis-Wirkungskurven mit K-Form.- b) Exponentielle Dosis-Wirkungskurve.- c) S-förm

Herstellerkennzeichnung:


Springer Verlag GmbH
Tiergartenstr. 17
69121 Heidelberg
DE

E-Mail: juergen.hartmann@springer.com

Das könnte Ihnen auch gefallen …