Petrus Diaconus und die Monte Cassineser Fälschungen

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Ein Beitrag zur Geschichte des Italienischen Geisteslebens im Mittelalter

ISBN: 3642504442
ISBN 13: 9783642504440
Autor: Caspar, Erich
Verlag: Springer Verlag GmbH
Umfang: xii, 284 S.
Erscheinungsdatum: 01.01.1909
Auflage: 1/1909
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert
Artikelnummer: 5742968 Kategorie:

Beschreibung

Die Monte Cassineser Falschungen haben schon lange inter­ nationalen Ruf. Seit J ahrhunderten sind die Streitfragen, die sieh an die Uberlieferung iiber die altesten Heiligen des Ordens, Benedict und seine Sehiiler Maurus und Placid us, anlmiipfen, zwischen den gelehrten Benedictinern Italiens und Frankreichs und den Bollandisten abgehandelt worden; und mit ihren Forschungen beriihrten sich viel­ fach diejenigen deutscher Gelehrter seit Bethmann ltber den Monte Cassineser Chronis ten Petrus diaconus, der Hingst im Ruf eines Falschers steht. Aber die bisherigen Untersuchungen hatten fast immer nur eine einzelne Falschung zum Gegenstand und die Urteile fiber Entstehungszeit und Verfasser lauteten zuweilen sehr verschie­ den. Es fehlte an einem Gesamtiiberblick. Von einer systematischen Priifung des ganzen Materials war claher eine Forclerung cler Erkenntnis nach mehreren Richtungen hin zu erhoffen. Mit sichel' beglaubigten Arbeiten des Petrus diaconus und ihrer Struktur waren zunachst die handschriftlich mit Bestimmt­ heit auf ihn zuriickzufuhrenden, anonym oder unter erfundenen Ver­ fassernamen gehenden Falschungen zu vergleichen, und darnach waren die nur in jiingerer Uberlieferung vorliegenden Quellen heranzuziehen.

Inhaltsverzeichnis

InhaltsangabeInhaltsübersicht.- I. Monte Cassino im 11. und 12. Jahrhundert.- Politische Lage Italiens im 11/12. Jahrhundert.- Geschichte von Monte Cassino bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts.- Monte Cassino als Stützpunkt des Papsttums in Süditalien.- Geistige Blüte des Klosters unter Abt Desiderius.- Sein Kreis: Amatus, Konstantin der Afrikaner.- Alfanus, Alberich.- Leo.- Als Chronist.- als Archivar.- als Sachwalter des Klosters.- Der Streit um Tremiti.- um S. Sophia in Benevent.- Sinken des politischen Ansehens.- und der Klosterzucht.- Die neue Generation des 12. Jahrhunderts.- II. Petrus diaconus.- Die handschriftliche Überlieferung.- Die Selbstbiographie im Codex 361 ist älter als die im Codex 257.- Die Nachricht der letzteren von der Zugehörigkeit des Petrus zum Tusculanergrafengescldecht und die Briefe des Codex 257 sind unglaubwürdig.- Andere Zusätze der zweiten Biographie.- Der Bericht des Petrus über seine Aktion vor Lothar III.- Angebliche spätere Beziehungen zu den deutschen Herrschern und Tod des Petrus.- Seine umfangreiche literarische Tätigkeit.- Beschäftigung mit antiken Autoren und ihr Einfluß auf seinen Stil.- Angebliche Kenntnis des Griechischen.- Der Liber de locis sanctis.- Der Liber notarum.- Der Liber illustrium virorum archisterii Casinensis.- Der Ortus et vita iustorum coenobii Casinensis.- III. Die Heiligenleben des Ortus et vita iustorum coenobii Casinensis.- Chronologische Reihenfolge der Heiligenleben.- 1 DieVitae s. Apollinaris abbatis, s. Guinizonis und s. Severi episcopi et confessoris. Die Vita s. Apollinaris.- Die Vita s. Guinizonis.- Die Vita s. Severi.- Arbeitsweise des Petrus.- Die Vorreden.- 2. Die Vita s. Aldemarii. Die Texte im Codex 361 und im Registrum s. Placidi.- IV. Die Acta s. Placidi.- Die Untersuchung des Bollandisten Jac. Bueus und ihre Mängel.- Die alten Nachrichten über den h. Placidus.- Die irrige Identifizierung des Benedictshülers und eines sicilischen Märtyrers Placidus im Cassineser Martyrologium von c. 1100.- Leos vorsichtige Haltung ihr gegenüber.- 1. Die erste Fassung der Vita s. Placidi. Die Vita s. Mauri des Pseudofaustus als Vorlage der Vita s. Placidi des Petrus.- Die Benutzung der Benedictbiographie Gregors d. Gr.- Die sicilische Mission und das Martyrium auf Grund der Nachricht des Martyrologiums.- Der nachträglich eingefügte Hinweis auf einen zeitgenössischen Bericht Gordians.- 2. Gordian. Der Verdacht gegen Petrus und der erfundene Name Gordian.- Gordian benutzt die Benedictbiographie in derselben Weise wie Petrus.- auch in den späteren, in der Vita des Petrus nicht ausgeführten Partieen.- Petrus ist der Verfasser der Vita Gordians.- Die Weiterbildung der Fabel vom Martyrium des Placidus.- Die Fortsetzung in subjektiver Form über Gordians weitere Schicksale.- Die griechische Vita.- 3. Die Chronik. Die von Petrus benutzten Quellen.- Anastasius' Historia tripartita und Leo.- Die Verknüpfung der Fabel mit der Gegenwart.- 4. Die Briefe.- Verknüpfung der Fabel mit Byzanz und Einführung neuer Persönlichkeiten.- Briefe Justinians, Theodoras, Gordians usw.- 5. Stephanus Aniciensis. Die nachträglich vorgeheftete Vita.- Der erfundene Name.- Verhältnis zu Gordian.- Die Wirkung der Placidusfälschungen. Der Reliquienfund in Messina und die Kanonisation des Placidus.- V. Die Heiligenleben des Registrum s. Placidi.- Die Kopieen der älteren Heihgenleben.- 1. Die Vita s. Gebizonis. Die Überlieferung.- Die Vita auct. Paulo monacho und die Kapitel in Petrus' Ortus et vita iustorum.- Die Interpolation dos Namens Paulus durch Petrus. Die Frage einer echten Vita des Paulus.- 2. Die Passio sanctorum martirum Dionisii, Lisbii, Rustici, Eleutherii, Demetrii, Aviti, Daumerii. Benutzung der Dionysiusfabel bei Hilduin.- in der kürzeren Fassung saec. VIII. ex. und in der Übersetzung des Anastasius bibliothecarius.- Demetrius als Bruder des Dionysius. Benutzung der Institutionen des Lactanz.- Das Martyrium in Monte Cassino.- 3. Die Vita s. Martini abbatis. Martin von Monte Massico in den Dialogen Gregor

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