Beschreibung
Das Buch untersucht die Krise des modernen moralischen Lebens, in dem Begriffe wie Gerechtigkeit, Freiheit, Rechte, Verantwortung, Würde, Gleichheit und Gemeinwohl nach wie vor weit verbreitet sind, sich aber zunehmend von den Praktiken lösen, die ihnen einst Bedeutung verliehen. Die Krise liegt nicht im Verschwinden der Moral, sondern in der Fragmentierung der normativen Sprache, der Schwächung der praktischen Vernunft und dem Fehlen einer gemeinsamen Urteilsgrundlage. Durch die Analyse von moralischer Dissonanz, Emotionalität, Tradition, sozialer Praxis, Gerechtigkeit und persönlicher Freiheit zeigt das Buch, dass der moderne Mensch in Markt-, Technokraten- und Governance-Strukturen gefangen ist, in denen menschliche Beziehungen auf Daten, Nutzen, Profile und Leistung reduziert werden. In diesem Zusammenhang wird die Tugend als die Fähigkeit wiederhergestellt, den inneren Sinn der Praxis zu bewahren, in Konflikten zu urteilen, Verantwortung für die Folgen zu übernehmen und die Menschheit gegen die Tendenz zur Materialisierung des Lebens zu verteidigen. Die Tugend wird so zur Grundlage für den Wiederaufbau des gemeinsamen Lebens und eröffnet neue moralische Möglichkeiten nach der Krise der Normen.
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