Beschreibung
Studienarbeit aus dem Jahr 2024 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 1,7, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Grundlagenmodul: Philosophie der Neuzeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Hausarbeit untersucht den Einfluss von Friedrich Hölderlins Dichtungen auf die Entwicklung von Martin Heideggers philosophischem Stimmungsbegriff. Ausgangspunkt ist Heideggers frühes Werk Sein und Zeit, in dem Stimmungen eine zentrale Rolle für die existenziale Struktur des Daseins spielen. Dabei wird insbesondere die Angst vor dem Tod als Grundstimmung des Sein-zum-Tode analysiert. Nach Heideggers philosophischer Kehre verlagert sich sein Fokus jedoch von der existenziellen Analyse hin zur seinsgeschichtlichen Betrachtung. In dieser späteren Phase, beeinflusst durch Hölderlins Dichtkunst, entwickelt Heidegger das Konzept der heiligen Trauer als neue Grundstimmung, die über die individuelle Existenz hinausweist und eine tiefere Verbindung zwischen Mensch, Welt und Sein eröffnet. Die Arbeit zeigt, wie sich Heideggers Denken von einer existenzialen Konfrontation mit der Endlichkeit hin zu einer poetischen, welterschließenden Grundstimmung wandelt, in der Dichtung zur Offenbarung des Seins wird.
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