Beschreibung
Dieses Werk bietet eine kritische philosophische Reflexion über die Menschenwürde und die soziale Wiedereingliederung in den heutigen Strafvollzugssystemen, wobei der Schwerpunkt auf den Verhältnissen in Afrika und Mosambik liegt. Angesichts von Gefängnissen, die von kolonialem Erbe, Überbelegung und einer rein strafenden oder auf die Eindämmung des Körpers ausgerichteten Logik geprägt sind, entwickelt und präsentiert der Autor das innovative Konzept der produktiven Würde. Indem es die grundlegenden Beiträge der relationalen Ubuntu-Philosophie, der Anerkennungs-Theorie von Axel Honneth und der kritischen Pädagogik von Paulo Freire miteinander verknüpft, vertritt das Buch die These, dass die menschliche Produktivität in Haftumgebungen über die rein arbeitsbezogene oder wirtschaftliche Dimension hinausgeht. Sie muss als ethische und emanzipatorische Fähigkeit verstanden werden, das Selbstwertgefühl, das kritische Bewusstsein, die Autonomie und die Bindungen zur Gemeinschaft wiederherzustellen. Arbeit und Bildung erweisen sich als zentrale Achsen, damit Menschen, denen die Freiheit entzogen ist, nicht auf die begangene Straftat reduziert werden, sondern in ihrer Menschlichkeit und in ihrem Recht, wieder Mensch zu sein, anerkannt werden.
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