Der Buchstabe des Geistes

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Postfiguration der Allegorie von Bunyan zu Nietzsche

ISBN: 3770537947
ISBN 13: 9783770537945
Autor: Geisenhanslüke, Achim
Verlag: Brill Fink, Wilhelm
Umfang: 276 S.
Erscheinungsdatum: 15.05.2003
Format: 2.2 x 23.5 x 15.5
Gewicht: 474 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert
Artikelnummer: 730998 Kategorie:

Beschreibung

Die häufig konstatierte Polarität von Hermeneutik und Dekonstruktion, die nicht zuletzt in der strikten Entgegensetzung von Symbol und Allegorie gründet, wird in Achim Geisenhanslükes Untersuchung sowohl in theorie- als auch in literaturgeschichtlicher Hinsicht entschärft. Im ersten Teil untersucht die Arbeit Theorie und Geschichte der Allegorie von Quintilian bis zu Paul de Man. Im zweiten Teil widmet sie sich der Kontinuität allegorischer Formen vom 17. bis zum 19. Jahrhundert am Beispiel der modernen Tradition des Pilgerromans bei Bunyan, Jung-Stilling und Novalis und kontrastiert sie der narrativen Form der Pfarrhausidylle von Goldsmith bis zu Goethe. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Vergleich zweier allegorischer Texte: Moritz Andreas Hartknopf und Nietzsches Also sprach Zarathustra. Dabei deutet Geisenhanslüke die Kontinuität der allegorischen Form als eine durch den Themenkomplex der Melancholie vermittelte Kritik an dem Modell der ästhetischen Autonomie, das im 18. Jahrhundert als Grundstein der philosophischen und literarischen Moderne entwickelt wurde.

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