Zwischen Spielregeln und Barrieren

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Eine Grounded-Theory-Studie zu erwerbsbezogener Bildung und Behinderung, Erwachsenenbildung und lebensbegleitendes Lernen

ISBN: 376397914X
ISBN 13: 9783763979141
Autor: Wenger, Nina
Verlag: wbv Media
Umfang: 256 S.
Erscheinungsdatum: 30.09.2025
Auflage: 1/2025
Gewicht: 562 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert

Grounded-Theory-Analyse zu Teilnahmeprozessen Fokus auf Inklusion in Bildung und Arbeit Kritische Reflexion struktureller Barrieren

Wie gestalten Erwerbstätige mit Behinderungen die Teilnahme an Bildung und Arbeit? Die Monografie zeigt, welche Rolle Spielregeln, Barrieren und Unterstützung für Bildungs- und Erwerbsverläufe spielen.

Artikelnummer: 7622101 Kategorie:

Beschreibung

Die Monografie untersucht, wie Menschen mit Beeinträchtigungen ihre Teilnahme an erwerbsbezogener Bildung und Erwerbstätigkeit gestalten. Ausgangspunkt sind aktuelle gesellschaftliche Transformationsprozesse wie Digitalisierung, Flexibilisierung und Bildungsexpansion, die neue Anforderungen an lebenslanges Lernen und insbesondere an erwerbsbezogene Bildung stellen. Trotz internationaler Inklusionsbemühungen sind strukturell benachteiligte Gruppen in der Bildungs- und Arbeitswelt nach wie vor unterrepräsentiert. Im Zentrum steht eine qualitative Analyse von 13 Interviews mit in der Schweiz erwerbstätigen Personen mit selbstdeklarierten Beeinträchtigungen. Die Auswertung nach der Grounded Theory identifizierte zentrale Kategorien, die die Teilnahme prägen: Unterstützungsstrukturen und Schlüsselpersonen für Zugänge sowie Entscheidungs- und Bewältigungsstrategien für Übergänge. Die Kernkategorie Kenntnis der Spielregeln" beschreibt, dass Menschen mit Behinderungen dann gezielt Zugänge schaffen und Übergänge erfolgreich gestalten können, wenn sie die relevanten Strukturen und Prozesse kennen. Die Diskussion verortet die Spielregeln als Teil der erwerbsbiografischen Gestaltungskompetenz und der Erwerbsorientierung als Subjektivierung. Zugleich wird deutlich, dass der Erwerb dieser Kompetenzen paradoxerweise sowohl Voraussetzung als auch Ergebnis von Teilnahme ist. Die Monografie unterstreicht die Notwendigkeit inklusiver Strukturen und zeigt bestehende Barrieren auf. Sie bietet theoretische und empirische Impulse für Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik, für Forschung zu Teilnahme und Inklusion sowie für die Praxis der erwerbsbezogenen Bildung und Beratung. Die Monografie wurde mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung publiziert.

Autorenporträt

Dr.in Nina Wenger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Postdoktorandin am Lehrstuhl für Berufs- und Weiterbildung, Institut Erziehungswissenschaft, an der Universität Zürich. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Erwerbsbiografien, Weiterbildungsteilnahme, Bildungsentscheidungen, Subjektivierungsprozesse sowie Inklusion.

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