Beschreibung
Die aktuellen Befunde zur Entwicklung der Bildungsleistungen und zur zunehmenden Bildungsungleichheit unterstreichen die Dringlichkeit struktureller Antworten. Das Buch analysiert die strukturellen Ursachen der anhaltenden Leistungs- und Chancenungleichheit im deutschen Schulsystem. Es zeigt auf Basis internationaler Vergleichsstudien (PISA, IQB), längsschnittlicher Befunde und praktischer Erfahrung als langjähriger Erprobungsstufenleiter, dass die frühe institutionelle Differenzierung nach der Grundschule Leistungsunterschiede nicht ausgleicht, sondern oft verstärkt - und dass die Binnendifferenzierung schon in den Grundschulklassen an ihre Grenzen stößt. Aus dieser Diagnose entwickle ich eine alternative Schularchitektur: eine durchgehende Bildungsbiografie von der Frühförderung ab der Geburt über die Grundschule bis in eine gemeinsame gymnasiale Sekundarstufe mit verbindlichen Leistungsmaßstäben und gezielter, nicht dauerhaft segmentierender Differenzierung innerhalb der Klassengemeinschaft. Ergänzt wird der Vorschlag durch konkrete Überlegungen zu bruchlosen Übergängen, kommunaler Kooperation und politischer sowie finanzieller Umsetzbarkeit. Das Manuskript ist als sachlicher, evidenzbasierter Beitrag zur bildungspolitischen Debatte gedacht. Es richtet sich bewusst an Entscheidungsträger, die die Systemlogik hinter den täglichen Problemen in den Blick nehmen wollen.
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