Beschreibung
VorwortMeet the Classics soll Gitarristen jeden Alters anregen und ermuntern, die sogenannte klassische Musik für sich zu entdecken oder das eigene Repertoire zu erweitern. Klassik-Hits wie die berühmte und überstrapazierte Romanze oder Isaac Albéniz Asturias sind bereits in unzähligen anderen Ausgaben vertreten. Die vorliegende Sammlung möchte sich stattdessen mit weniger bekannten, doch mindestens genauso interessanten Kompo si tionen für das Spiel im Unterricht,im Selbststudium oder für das Vorspiel empfehlen.Damit es zu einer wirklich neuen und spannenden Begegnung kommen kann, haben wir versucht originelleStücke der jeweiligen Epoche auszuwählen. Wenn wir trotzdem hin und wieder bekannte Kompositionen wieMendelssohn-Bartholdys Hochzeitsmarsch oder Das alte Schloss aus dem Zyklus Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgsky bearbeitet haben, so deshalb, weil sie nur selten auf der Gitarre gespielt werden.Allen Stücken haben wir aber auch ergänzende Texte zur Seite gestellt. Sie erläutern historische Hintergründe und typische gitarristische Techniken. Sie motivieren, sich mit den Kompositionen und Epochen auseinanderzusetzen und die entsprechenden Spieltechniken zu vertiefen. So erfordern beispielsweisedie Renaissance-Stücke das ungewohnte Spiel mit der fis-Stimmung. Es werden detaillierte Anregungen gegeben, gitarristische Probleme alternativ zu lösen und eigene Spielwege zu suchen. Verschiedenartige Barrées oder der alternative Wechselschlag sind Beispiele dafür. Als weitere Interpretations hilfe finden sich alle Stücke auf der beiliegenden CD, eingespielt nach längerer Übezeit Wie schwierig sind also unsere Spielstücke? Unsere Einteilungen in leicht - mittel - schwer sind natürlich nur als ungefähre Anhaltspunkte zu betrachten. Denn auch leichte Werke haben beim Vorspiel ihre Tücken und ihren Reiz. Die Voraussetzung zum Einstieg in die leichten Spielstücke sehen wir beim mehrstimmigen Spiel mit gegriffenen Bässen. Die schweren Kompositionen sind hinsichtlich ihres spieltechnischen Anspruchs vergleichbar mit einem Satz aus einer Bach Lautensuite. Die Sammlung kann als eine Ergänzung für dieMusikschul praxis ab dem zweiten oder dritten Unterrichtsjahr dienen, wird den Schüler aber sicher auch längere Zeit begleiten.Wir haben uns lange überlegt, ob eine klassische Sammlung eine Tabulatur enthalten sollte. Die Tabulatur kann für Anfänger, Quereinsteiger und Fortgeschrittene, die über keine oder nur wenig Notenkenntnisse verfügen, als guter Einstieg dienen. Aber auch der fortgeschrittene, Noten lesende Gitarrist kann bei der Interpretation auf die Tabulatur zurückgreifen und beispielsweise die in den Noten fixierte Polyphonie und Rhythmik bewusst ausschalten. Diese Elemente waren ja gerade in der älteren Musik nicht so exaktfestgelegt. Auch bietet die Tabulatur den Vorteil, schnell zu erkennen, in welchen Bünden gegriffen wird.Lars Wüller und Tilman Hübner haben jeweils zwei wunderschöne Stücke zu unserer Sammlung im Bereich der Moderne beigesteuert und dazu erklärende Texte geschrieben. Ihnen gilt unser besonderer Dank.Uns bleibt, Ihnen und euch zu wünschen: Meet the Classics!Andreas Schifferdecker und Olaf van Gonnissen
Eine musikalische Reise durch mehrere Jahrhunderte, verschiedene Epochen und Stile. - Schon das Anhörender ausdrucksstarken Begleit-CD, weckt das Interesse den Band aufzuschlagen und zur Gitarre zu greifen. Ganz gleich, ob man bereits über Klassik-Kenntnisse verfügt und neue Stücke für das Selbststudium, den Vortrag oder Unterricht sucht, oder ob man sich als Quereinsteiger der Klassik nähern möchte: Hier wird man fündig!Kompositionen von Tilmann Susato, John Dowland, Slivius Leopold Weiß, Mauro Guiliani, Fernando Sor, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Paul Hindemith, Lars Wüller, Tilman Hübner u.a. haben die beiden Autoren zu einer geschmackvollen Sammlung zusammengestellt. Dabei überraschen z. B. das peppige Cumbées von Santiago de Murcia, oder das romantische Das alte Schloss von Modest Mussorgsky.Die Stücke sind nicht nur musikalisch abwechslungsreich, sondern wurden von den Autoren zum Teil speziell für die Gitarre eingerichtet oder bearbeitet und fordern und fördern zudem ganz unterschiedliche spieltechnische Fähigkeiten vom alternativen Wechselschlag bis zum Rasgueado, Akkord-, Lagen- und Flageolettspiel. Die pädagogisch gut durchdachte Anlage macht die Ausgabe für den Einsatz im Musikschulunterricht ideal und ist eine Fundgrube für jeden, der nach originellen Spielstücken im weiten (Be)Reich der Klassik sucht.
Autorenporträt
Andreas Schifferdecker studierte klassische Gitarre und Jazz. Nach vielen Jahren der Unterrichtstätigkeit widmet er sich der Komposition von Werken für Gitarre. Zwei seiner Kompositionen sind in diesem Band enthalten. Seit Gründung der Zeitschrift Akustik Gitarre verfasst er zusammen mit Olaf van Gonnissen Workshops für die Rubrik Klassik. Aus dieser Zusammenarbeit ging 2001 der Band Klassik für Fingerpicker hervor. Olaf van Gonnissen wurde bekannt durch seine Konzerttätigkeit mit Michael Teuchert als Frankfurter Gitarrenduo. Er ist Mitglied von: Mutare Ensemble Frankfurt, United Guitars, Ensemble Rilegato, Quartetto MaGiCo, Opal Gitarren Quartett, Aria-Quintett.Darüber hinaus tritt er in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen auf. Neben seinem Lehrauftragan der Akademie für Tonkunst in Darmstadt und seiner Professur an der Musikhochschule in Hamburg ister Dozent bei diversen Meisterkursen und Festivals, Juror bei vielen internationalen Wettbewerben und Mitherausgeber der neuen Karl Scheit Gitarren Edition beim Verlag Universal Edition. Sein besonderes Interesse gilt der Aufführungspraxis Alter Musik auf historischen Instrumenten, wie Laute, Vihuela und Barockgitarre.
Herstellerkennzeichnung:
Acoustic Music Books
Brommystr. 64
26384 Wilhelmshaven
DE
E-Mail: info@acoustic-music-books.de




































































































