Regieren in Dörfern

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Ländlichkeit, Staat und Selbstverwaltung, 1850-1945, Industrielle Welt 103, Schriftenreihe des Arbeitskreises für moderne Sozialgeschichte

ISBN: 3412528781
ISBN 13: 9783412528782
Autor: Schlimm, Anette (Dr.)
Verlag: Böhlau-Verlag
Umfang: 496 S.
Erscheinungsdatum: 04.09.2023
Auflage: 1/2023
Format: 3.8 x 24 x 16.5
Gewicht: 936 g
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Gebunden

Sie zeigt auf, wie diese Zuschreibungen in der alltäglichen Regierungspraxis ständig bestärkt und erneuert wurden. Schulhausbau, Zuchtstierhaltung und das alltägliche Verwalten der Bürgermeister werden ebenso untersucht wie der wachsende Einfluss von Verbänden und Parteien, Gesetzesreformen und die Konstruktion von Ländlichkeit. Sowohl die Dorfbewohner:innen als auch staatliche Behörden oder Politiker waren Akteur:innen in diesen oft konflikthaften Geschichten. In unterschiedlicher Weise bezogen sie sich auf Vorstellungen von Tradition, um alltägliche Probleme und grundlegende Transformationen im Dorf zu bewältigen. So zeigt sich: Die ländlichen Räume waren im 19. und 20. Jahrhundert nicht das Gegenteil, sondern integraler Bestandteil der Moderne.

Eine Untersuchung des Verhältnisses von Ländlichkeit und Moderne

Artikelnummer: 9150766 Kategorie:

Beschreibung

Der ländliche Raum galt im 19. und 20. Jahrhundert als harmonisch, politikfern und - mal positiv, mal negativ - als unmodern. Anhand von drei Landgemeinden in Bayern, Brandenburg und dem Elsass analysiert Anette Schlimm Konzepte und Praktiken des Regierens im ländlichen Raum zwischen 1850 und 1945. Sie zeigt auf, wie diese Zuschreibungen in der alltäglichen Regierungspraxis ständig bestärkt und erneuert wurden. Schulhausbau, Zuchtstierhaltung und das alltägliche Verwalten der Bürgermeister werden ebenso untersucht wie der wachsende Einfluss von Verbänden und Parteien, Gesetzesreformen und die Konstruktion von Ländlichkeit. Sowohl die Dorfbewohner:innen als auch staatliche Behörden oder Politiker waren Akteur:innen in diesen oft konflikthaften Geschichten. In unterschiedlicher Weise bezogen sie sich auf Vorstellungen von Tradition, um alltägliche Probleme und grundlegende Transformationen im Dorf zu bewältigen. So zeigt sich: Die ländlichen Räume waren im 19. und 20. Jahrhundert nicht das Gegenteil, sondern integraler Bestandteil der Moderne.

Autorenporträt

Anette Schlimm ist Historikerin und forscht zu (ländlichen) Räumen im 19., 20. und 21. Jahrhundert. Derzeit ist sie Gastprofessorin an der Universität Heidelberg.

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