Johannes Crotus Rubianus

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Satiriker – Humanist – Theologe. Eine biografische Annäherung, Quellen und Forschungen zu Thüringen im Zeitalter der Reformation 14

ISBN: 3412524638
ISBN 13: 9783412524630
Autor: Bernstein, Eckhard (emer. Univ.-Prof. Dr.)
Verlag: Böhlau-Verlag
Umfang: 343 S., 7 s/w Illustr., 2 farbige Illustr., 9 Illustr., mit 1 farb. u. 7 s/w-Abb.
Erscheinungsdatum: 08.08.2022
Auflage: 1/2022
Format: 2.8 x 23.6 x 16.2
Gewicht: 682 g
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Gebunden

Thomas Mann nannte den Thüringer Humanisten und Theologen Johannes Crotus Rubianus (1480 – etwa 1540) einen Mann von der gebildetsten Friedensliebe. Trotzdem geriet Crotus immer wieder in die geistigen und religiösen Auseinandersetzungen der Zeit. Bernsteins Buch ist der erste Versuch, die bisher eher kargen biografischen Abrisse über den genialen Thüringer Satirikers hochgebildeten Humanisten und Theologen durch eine fundierte, den zeitlichen Kontext berücksichtigende Biografie zu ersetzen. Das geschieht durch eine konsequente Auswertung der zeitgenössischen Briefe von und an Crotus sowie zahlreicher anderer Dokumente aus dieser an religiösen Umbrüchen und Verwerfungen reichen Zeit.

Biografie des genialen Thüringer Satirikers hochgebildeten Humanisten und Theologen Johannes Crotus Rubianus.

Artikelnummer: 2950645 Kategorie:

Beschreibung

Thomas Mann nannte den Thüringer Humanisten und Theologen Johannes Crotus Rubianus (1480 bis etwa 1540) einen Mann von der gebildetesten Friedensliebe. Trotzdem geriet Crotus immer wieder in die geistigen und religiösen Auseinandersetzungen der Zeit. So ergriff er im sogenannten Reuchlin-Streit mit seiner genialen Satire der Dunkelmännerbriefe Partei für den umkämpften Hebraisten Johannes Reuchlin. 1521 empfing er, der leidenschaftliche Anhänger Martin Luthers, als Rektor der Erfurter Universität den damals bereits gebannten Reformator. In der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre diente er in wichtiger Funktion dem preußischen Herzog Albrecht, der das ehemalige Deutschordensgebiet in einen Staat lutherischer Prägung umgewandelt hatte. Desillusioniert von der Entwicklung jedoch, die die lutherische Reformation genommen hatte, kehrte er 1530 zum alten Glauben zurück und wurde Rat und Kanoniker in dem vom Mainzer Erzbischof gegründeten Neuen Stift zu Halle. Von den Lutheranern wurde er als Dr. Kröte, des Kardinals Tellerlecker geschmäht. Eckard Bernstein hat die zeitgenössischen Briefe von und an Crotus sowie zahlreiche andere Dokumente aus dieser an religiösen Umbrüchen und Verwerfungen reichen Zeit ausgewertet. Ihm gelingt so die erste fundierte, den zeitlichen Kontext berücksichtigende Biografie des genialen Thüringer Satirikers hochgebildeten Humanisten und Theologen Johannes Crotus Rubianus.

Autorenporträt

Eckhard Bernstein studierte in Deutschland, Großbritannien und in den USA Englische und Lateinische Literatur sowie Vergleichende Literaturwissenschaft. Von 1971 bis 2003 war er Professor für deutsche Literatur und Kultur am College of the Holy Cross in Worcester, Massachusetts. Außerdem lehrte er als Gastprofessor an der Johann Gutenberg-Universität Mainz, an der Universität Sarajewo in Bosnien-Herzegowina und an der Communcation University of China in Nanjing. Bernstein lebt in Freiburg im Breisgau.

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