Europa und die Schlafkrankheit

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Koloniale Seuchenbekämpfung, europäische Identitäten und moderne Medizin 1890-1950, Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft 232

ISBN: 3525310684
ISBN 13: 9783525310687
Autor: Ehlers, Sarah
Herausgeber: Gunilla Budde/Dieter Gosewinkel/Alexander Nützenadel u a
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Umfang: 377 S., 7 s/w Fotos, 10 Illustr., 1 Tab., 9 Abb., 2 farb. Abb. u. 1 Tab.
Erscheinungsdatum: 18.02.2019
Auflage: 1/2019
Format: 3 x 23.5 x 16
Gewicht: 736 g
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Gebunden

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verwüsteten Epidemien der Schlafkrankheit weite Teile der europäischen Kolonialgebiete in Afrika. Diese akute Krise setzte eine ganze Reihe von Entwicklungen in Gang, deren Reichweite sich keineswegs auf den afrikanischen Kontinent beschränkte. Der Bekämpfung der Krankheit vor Ort stand in Europa die Etablierung der Tropenmedizin als avantgardistisches Projekt an einer Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gegenüber. Die Studie beschreibt die Entstehung dieses neuen Forschungs- und Interventionsfeldes als eine europäische Verflechtungsgeschichte.

Die Transformation der kolonialen Medizin durch die Bekämpfung der Schlafkrankheit im Hochimperialismus.

Artikelnummer: 5287811 Kategorie:

Beschreibung

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verwüsteten Epidemien der Schlafkrankheit weite Teile der europäischen Kolonialgebiete in Afrika. Diese akute Krise in den Krankheitsgebieten setzte eine ganze Reihe von Entwicklungen in Gang, deren Reichweite sich keineswegs auf den afrikanischen Kontinent beschränkte. Während in den Kolonien Zwangsuntersuchungen und -behandlungen der afrikanischen Bevölkerung eingeführt, Verkehrswege kontrolliert und ganze Landstriche evakuiert und umgestaltet wurden, formierte sich in Europa die Tropenmedizin als avantgardistisches Projekt an einer Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Stellte die Konfrontation mit der Krankheit die Kolonialmächte zwar vor massive Schwierigkeiten, so öffnete sie gleichzeitig ein koloniales Experimentierfeld für Biomedizin, Pharma-Industrie und Administrationen. Die Studie beschreibt die Entstehung dieses neuen Forschungs- und Interventionsfeldes als eine europäische Verflechtungsgeschichte. Was sagen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Krankheit über die imperiale Prägung moderner Biomedizin? Welche Dynamiken kolonialer Herrschaft und internationaler Politik lassen sich an ihnen ablesen? Anhand dieser Fragen öffnet die Studie das Thema nicht nur für medizinhistorische Zugriffe, sondern auch für aktuelle Fragen der Global- und Zeitgeschichte.

Autorenporträt

Dr. Gunilla Budde ist Professorin für Deutsche und Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und Vizepräsidentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Herstellerkennzeichnung:


Vandenhoeck & Ruprecht
Theaterstraße 13
37073 Göttingen
DE

E-Mail: ute.schnueckel@brill.com

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