Beschreibung
Elke Cremers Gedichtband entfaltet ein vielschichtiges Panorama aus Wäldern und Baumlandschaften: Auf poetischen Streifzügen führt die Autorin durch Waldgebiete, die teils vom Klimawandel gezeichnet sind, teils wild und frei wuchern. Die Texte lassen antike Mythen und matriarchale Erinnerungen zwischen den Stämmen aufleuchten und folgen zugleich den schmerzlichen Bruchlinien der deutsch-europäischen Geschichte. Und in den Skizzen zukünftiger Wälder zeigt sich leise eine umfassende atmosphärische Verbundenheit, jenseits von Grenzen. im kiefernduft des waldbodens zwischen wucherungen und drehwuchs spüre ich moospflaster unter den fußballen lausche dem stummen summen der rhizome verflechtungen eines waldtelefons das wimmeln im totholz zeuge deiner gezielten pflege durch vernachlässigung Und schnell überragen einen die Gedichte, die eben noch langsam emporzuwachsen schienen; füllen den Horizont aus, wo sie eben noch um einen kleinen Gegenstand kreisten. (Timo Brandt auf Lyristix über Elke Cremers Lyrik)
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