Beschreibung
Der Roman "Lichtenstein" von Wilhelm Hauff spielt im südlichen Deutschland des frühen 16. Jahrhunderts, einer Zeit politischer Unruhen und territorialer Konflikte. Die Handlung dreht sich um die historischen Ereignisse rund um Herzog Ulrich von Württemberg, der durch seine unnachgiebige Haltung und impulsiven Handlungen den Zorn des schwäbischen Bundes auf sich zieht. Der Roman beginnt mit der Beschreibung der geografischen und politischen Lage Württembergs, das von mächtigen Nachbarn umgeben ist und sich in einer prekären Position befindet. Die Geschichte entfaltet sich vor dem Hintergrund des Jahres 1519, das als Wendepunkt im Leben des Herzogs gilt, da es den Beginn seines langen Unglücks markiert, das jedoch letztlich zu seinem Glück führt. Im Mittelpunkt der Erzählung steht Georg von Sturmfeder, ein junger Adliger aus Franken, der sich dem schwäbischen Bund anschließt, um sich in der kriegerischen Auseinandersetzung zu beweisen. Georg ist nicht nur von der Aussicht auf Ruhm und Ehre getrieben, sondern auch von seiner Liebe zu Marie von Lichtenstein, die sich in Ulm aufhält. Die Erzählung beschreibt Georgs innere Konflikte und seine Bemühungen, sich in der kriegerischen Welt zu behaupten, während er gleichzeitig um die Gunst von Marie wirbt. Die Handlung ist geprägt von Intrigen, politischen Allianzen und persönlichen Schicksalen, die die komplexe historische Kulisse lebendig werden lassen.
Autorenporträt
Wilhelm Hauffs Vater August Friederich Hauff war Regierungs-Sekretarius, später Kabinetts-Ministerialregistrator in Stuttgart. Seine Mutter Wilhelmine war die Tochter des Professors der Rechte Karl Friedrich Elsäßer. Wilhelm Hauff hatte einen älteren Bruder Hermann (1800-1865) und die beiden jüngeren Schwestern Marie (* 1806) und Sophie (* 1807). Nach dem Tod des Vaters 1809 zog die Mutter mit den Kindern zu ihrem Vater nach Tübingen in die Haaggasse. Hauff besuchte von 1809 bis 1816 die Schola Anatolica, die damalige Tübinger Lateinschule, und nach bestandenem Landexamen ab 1817 die Klosterschule in Blaubeuren. Er studierte von 1820 bis 1824 als Stipendiat des Evangelischen Stifts Tübingen an der Universität Tübingen Theologie und wurde zum Dr. phil. promoviert. Er war Mitglied der Burschenschaft Germania Tübingen.[1][2] Aus dieser Zeit stammen einige im Kommersbuch abgedruckte Texte von Studentenliedern. Hauff arbeitete von 1824 bis 1826 in Stuttgart bei Ernst Eugen Freiherr von Hügel als Hauslehrer und reiste danach durch Frankreich und Norddeutschland. 1825 trat er mit der Satire Der Mann im Mond hervor, in der er Stil und Manier des Trivialautors Heinrich Clauren und dessen Erzählung Mimili virtuos nachahmt und der Lächerlichkeit preisgibt. Zwei Jahre später legte er mit der Controvers-Predigt über H. Clauren und den Mann im Mond den literarischen Bluff offen. Im Januar 1827 wurde er Redakteur des Cottaschen Morgenblattes für gebildete Stände. Im Februar heiratete er seine Cousine Luise Hauff (* 6. Januar 1806; gestorben 30. Juli 1867), die er 1823 in Nördlingen kennengelernt und mit der er sich 1824 verlobt hatte. Im August unternahm er eine Studienreise durch Tirol, bei der er Material für ein geplantes Werk über Andreas Hofer sammeln wollte. Während der Reise infizierte er sich mit Typhus und kehrte krank zurück. Am 10. November 1827[3] wurde die Tochter Wilhelmine geboren (gestorben 2. Januar 1845). Hauff starb acht Tage später an einer Typhuserkrankung kurz vor seinem 25. Geburtstag. Das Grab der Familie befindet sich auf dem Hoppenlaufriedhof in Stuttgart.
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