Subjektorientierte politische Bildung

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Begründung einer biographiezentrierten Didaktik der Gesellschaftswissenschaften, Schriften zur Politischen Didaktik 26

ISBN: 3663014215
ISBN 13: 9783663014218
Autor: Hoppe, Heidrun
Verlag: Springer VS
Umfang: 375 S.
Erscheinungsdatum: 05.12.2012
Auflage: 1/2012
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert
Artikelnummer: 5448757 Kategorie:

Beschreibung

Gegenstand der politischen Bildung sind Herrschaftsverhältnisse, genauer: politische, ökonomische und soziale Bedingungen und Folgen von Herr­ schaft, z.B. Krisen, Probleme oder Konflikte in und zwischen unterschiedli­ chen Nationen. In dieser Sphäre der ,großen Politik' können sich allerdings viele Men­ schen - insbesondere Jugendliche - kaum wiederfinden, wenn die ,große Politik' nicht mit subjektiven Erfahrungen in Verbindung gebracht werden kann; sie fühlen sich nicht angesprochen und reagieren mit Desinteresse. Damit der Sozialkundeunterricht das Interesse Jugendlicher an Politik wach­ halten oder fördern kann, bedarf es der ausdrücklicheren Hinwendung zum Subjekt durch entsprechende didaktische Perspektiven. Der Hinweis auf unterschiedliche Perspektiven, die den Blickwinkel auf Gesellschaft und Politik beeinflussen, ist Rene Drommert (heute Mitglied der ZEIT-Redaktion) nach einer Begegnung mit Aby Warburg noch immer un­ vergessen. Der damalige studentische Bibliothekar im Warburg Haus erin­ nert sich im Jahr 1995: "Ich sitze an einem vormittag, es mag im Jahre 27 oder 28 gewesen sein, im vor­ tragssaal der Warburg-Bibliothek, ich habe mir einen Zeitungsband geholt, das Ham­ burger Fremdenblatt, eine berühmte Tageszeitung. Ich schnüffle in Exemplaren des Jahres 1917 herum. Plötzlich erscheint, völlig unerwartet, Aby Warburg. ,Was ma­ chen Sie denn da, Herr Drommert?' ,1. i. ich informiere mich über den Welt­ krieg, Herr Professor.' Und er: ,Welche Artikellesen Sie denn?' ,Na, verschiedenste.

Autorenporträt

Inhaltsangabe1. Einleitung.- 2. Die Identitätsentwicklung Jugendlicher. Trends zur Individualisierung und Schlußfolgerungen für die politische Bildung.- 2.1 Jugend als zunehmend eigenständige Lebensphase.- 2.2 Jugend und Gesellschaft.- 2.3 Individualisierung: Kontinuität und Beschleunigungen.- 2.3.1 Dieses Leben muß gelingen! - Der Wunsch, den Lebensentwurf kunstvoll zu gestalten.- 2.3.2 Individualisierung: Aus der Enge der Tradition in neue Zwänge.- 2.4 Komplizierte Identitätsbildung - die eigene Identität selbst herstellen.- 2.4.1 Identität als Kontinuität und Konsistenz.- 2.4.2 Identitätsprobleme: Diskontinuität und Inkonsistenz.- 2.5 Ein möglicher Beitrag des Bildungswesens, speziell der politischen Bildung, zur Identitätsentwicklung.- 2.6 Schlußfolgerungen für den Sozialkundeunterricht.- 3. Politische Orientierungen und Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern - Geschlechterdifferenz und Didaktik der Gesellschaftswissenschaften.- 3.1 Unterschiede im politischen Selbstverständnis und in den politischen Orientierungen von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern.- 3.2 Zur Ausblendung geschlechtsspezifischer Aspekte aus fachdidaktischen Konzeptionen und Untersuchungen.- 3.3 Entwicklung der Fragestellung und Begründung des Vorgehens.- 3.4 "Das Weib schweige in der Gemeinde!" - Zur Tradition geschlechtsspezifischer Überzeugungen und Kompetenzen. Ein historischer Abriß.- 3.4.1 Legitimation hierarchischer Geschlechterbeziehungen durch die Konstitution binärer Denkmodi.- 3.4.2 Gesellschaftliche Umbrüche und Zuspitzung der Geschlechterdifferenzen.- 3.5 "Das Private ist politisch!" - Die selbstbewußte The matisierung weiblicher Fähigkeiten.- 3.5.1 Der Beitrag der feministischen Theorie zur Betonung und Würdigung spezifisch weiblicher Fähigkeiten.- 3.5.2 Der weibliche Lebenszusammenhang: Ansätze zur Identifikation mit weiblichen Kompetenzen oder neue Polarisierung?.- 3.5.2.1 Die These von den zwei Moralen.- 3.5.2.2 Männerdiskussion und Frauentratsch.- 3.6 Differenz - oder welche Art der Annäherung?.- 3.6.1 Der Beitrag des Bildungswesens zur Legitimation und Perpetuierung geschlechtsspezifischer Ungleichheitsstrukturen.- 3.6.2 Weder Angleichung noch Differenz, sondern ,egalitäre Differenz'.- 3.7 Schlußfolgerungen für den Sozialkundeunterricht.- 4. Subjektorientierung als uneingelöste Perspektive der Fachdidaktik.- 4.1 Sozialkundeunterricht als Problem und als Chance.- 4.2 Rahmenbedingungen des Unterrichtsfaches.- 4.2.1 Politikverdrossenheit in der Gesellschaft.- 4.2.2 Der ,heimliche Lehrplan' von Schule und das Lernziel ,Mündigkeit'.- 4.2.3 Die ,Aschenputtelrolle' des Faches innerhalb des schulischen Fächerkanons.- 4.3 Fachdidaktik und Politikverdrossenheit.- 4.3.1 Der Beitrag curricularer Konzeptionen zur Realisierung des Vermittlungsprozesses zwischen den Handlungsbedingungen der Heranwachsenden und den Zielen des Sozialkundeunterrichts.- 4.3.2 Kluft zwischen fachdidaktischer Theorie und schulischer Praxis.- 4.4 Bedingungen des Unterrichts.- 4.4.1 Die Aneignung von Wissen über gesellschaftliche und politische Gegebenheiten.- 4.4.2 Lernzielorientierung: Zwangsjacke oder Hilfsmittel für Transparenz?.- 4.4.3 Didaktisierung.- 4.5 Der Beitrag subjektorientierter Perspektiven zur Realisierung des Vermittlungsprozesses zwischen den Handlungsbedingungen der Heranwachsenden mit den Zielen des Sozialkundeunterrichts.- 4.5.1 Anknüpfungsmöglichkeiten.- 4.5.2 Schülerorientierung durch Fallprinzip, Planspiel und Unterrichtsprojekt.- 4.6 Schlußfolgerungen.- 5. Der biographisch-subjektorientierte Ansatz: Das Reale bedenken - das Mögliche suchen.- 5.1 Gelegenheiten für persönlich bedeutsames Lernen.- 5.2 Theoretische und praktische Grundlagen einer Subjektorientierung im Sozialkundeunterricht.- 5.2.1 Die subjektorientierte Perspektive in der Soziologie.- 5.2.2 Biographieforsçhung- Durch das Erzählen der eigenen Lebensgeschichte Identität gewinnen.- 5.2.3 Biographie, Erziehung und Erziehungswissenschaft.- 5.2.4 Der Ertrag der subjektorientierten Soziologie, der B

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