Interessenvermittlung und Politik

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Interesse als Grundbegriff sozialwissenschaftlicher Lehre und Analyse

ISBN: 3531116363
ISBN 13: 9783531116365
Autor: Alemann, Ulrich ˜vonœ
Verlag: Springer VS
Umfang: 176 S.
Erscheinungsdatum: 01.01.1983
Auflage: 1/1983
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert
Artikelnummer: 4373756 Kategorie:

Beschreibung

Inhaltsangabe1. Einleitung.- 2. Interesse als Paradigma der sozialwissenschaftlichen Lehre: Didaktisches Modell und Fallstudie.- 2.1 Interessen und Gesellschaftsstrukturen: Ein Versuch zur Integration sozialwissenschaftlicher Lehrerbildung.- A. Entwicklung des Konzepts.- B. Darstellung der Interessenkonfliktfelder.- C. Schlußbemerkung.- Anmerkungen.- 2.2 Interessenvermittlung im Bildungssystem: Das Beispiel der Eltern.- 1. Interessenbegriff und Untersuchungsrahmen.- 2. Der institutionelle Rahmen für Interessenvertretung in der Schule.- 3. Merkmale der Interessenartikulation von Eltern in der Schule.- 4. Verbandsmäßige Organisation von Elterninteressen und ihr Einfluß.- 5. Interessenvertretung im Bildungs- und Schulsystem - eine Bilanz.- Literatur.- 3. Interesse als Paradigma der sozialwissenschaftlichen Analyse.- 3.1 Pluralistische Interessenvermittlung und staatliche Handlungsfähigkeit: Eine ordnungspolitische Analyse.- 1. Pluralismus als Restriktion staatlicher Handlungsfähigkeit.- 2. Liberaler Korporatismus - Ein Ausweg aus der pluralistischen Zwangsjacke?.- 3. Möglichkeiten und Grenzen einer politischen Kontrolle pluralistischer Interessenvermittlung.- Literatur.- 3.2 Interessenvermittlung in Westeuropa: Die Diskussion um Korporatismus in der vergleichenden Politik.- 1. Interesse und Politik.- 2. Interessenvermittlung und vergleichende Politik.- 3. Korporatismus als Strategie der Interessenvermittlung.- 4. Grundmuster der Interessenvermittlung in Westeuropa.- Anmerkungen.- 3.3 Interessenvermittlung und internationale Beziehungen. Zur Relevanz von Neokorporatismus in der internationalen Politik.- 1. Die Entwicklung der Fragestellung.- 2. Die Antwort der Theorie der internationalen Beziehungen.- 3. Die Antwort der Praxis der internationalen Beziehungen.- Anmerkungen.- Autorenverzeichnis.

"Den Eygen-Nutz last herrschen nicht. Sonst straft euch Gott in seim Gericht. "· In diesen Vers kleidete Hans Michael Moscherosch 1643 den heute noch beliebten Spruch - Gemeinnutz geht vor Eigennutz - als Leitsatz fiir die christliche Stlinde­ ordnung des Barock. Die Maxime hatte fur J ahrhunderte die mittelalterliche Moral bestimmt. In den folgenden 150 J ahren brachten liberale AufkHirung und biirgerliche Emanzipation mit diesem Konsens griindlich. So hieB es dann in der aufkliirerischen Deutschen Encyclopiidie 1793: "Das Interesse ist das Band der menschlichen Ge­ sellschaften. In allen Staaten, die das Eigentum eingefiihrt, kann keine andere Triebfeder als das Interesse stattfinden, und dieses wahre Interesse jeden Privat­ mannes in den Gewerben, stimmt auch mit dem gemeinschaftlichen Besten, und dem Zusammenhang des Nahrungsstandes iiberein. " ' Dieser positive Leitbegriff der "wohlverstandenen" Interessen des Einzelnen oder spiiter auch von Interessengruppen artikuliert verbindet den klassischen Li­ beralismus mit heutigen Pluralismusvorstellungen. Eine im Grunde materialistische Grundauffassung - "die okonomischen Verhiiltnisse einer gegebenen Gesellschaft stellen sich zuniichst dar als Interessen" (Karl Marx) - verkniipft den Liberalismus mit dem Marxismus. Beide sind eine "Interessentheorie", freilich mit dem Unter­ schied, daB hier eine neue ideologiekritische Dimension eingebracht wurde. Dies zeigt sich besonders in der Unterscheidung von objektiven und subjektiven Inter­ essen, wahren und falschen Interessen. Auch der Gleichheitsbegriff - ein zweiter zu wenig gewiirdigter politischer Grundbegriff - trennt beide Gesellschaftstheorien.

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