Die zivilrechtliche Haftung für Kryptowerte-Whitepaper

Lieferzeit: Lieferbar innerhalb 14 Tagen

94,00 

Schriften zum Recht der Digitalisierung

ISBN: 3162001625
ISBN 13: 9783162001627
Autor: Pöschke, Carlo
Verlag: Mohr Siebeck GmbH & Co. KG
Umfang: 404 S.
Erscheinungsdatum: 17.12.2025
Auflage: 1/2025
Format: 2.2 x 23.3 x 15.6
Gewicht: 597 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert

Carlo Pöschke analyzes the private law liability regime for crypto-asset whitepapers under MiCAR in all its aspects, establishes the necessary connections to national law as well as to private international and international civil procedure law, and, building on this analysis, develops his own reform proposals for a future MiCAR update.

Artikelnummer: 8265043 Kategorie:

Beschreibung

Ein unmittelbar im EU-Recht verankertes Haftungsregime für Whitepaper - diesen Ansatz verfolgt der europäische Gesetzgeber in der MiCAR. Bei der Ausgestaltung der Anspruchsgrundlagen zeigt sich jedoch ein unausgewogenes System: Einerseits ist der Haftungsrahmen übermäßig weit, da der Kreis der potenziell Haftenden - einschließlich der Mitglieder des Aufsichtsorgans - groß ist und ein ausdrückliches Verschuldenserfordernis fehlt; andererseits wird die praktische Durchsetzung von Whitepaper-Haftungsansprüchen regelmäßig an der haftungsbegründenden Kausalität scheitern, deren Nachweis ausdrücklich dem Anspruchsteller auferlegt wird. Ein weiteres Defizit besteht darin, dass trotz des Verordnungscharakters der MiCAR zentrale Fragen insbesondere zum Haftungsumfang, Mitverschulden und zur Verjährung ungeklärt bleiben und ergänzend nationales Recht herangezogen werden muss. Dieser Rückgriff steht im Widerspruch zum Harmonisierungsziel der MiCAR und wirft komplexe, im Vorfeld zu klärende international-privatrechtliche Fragen auf. Dennoch stehen Rechtsanwendern bestimmte, mit dem Europarecht vereinbare Instrumente zur Verfügung, mit denen sich einige der beschriebenen Probleme bereits de lege lata abmildern lassen. So spricht vieles dafür, dass Whitepaper-Haftungsansprüche ein ungeschriebenes Verschuldenserfordernis enthalten und dass Klägern - sofern ein deutsches Gericht zuständig ist - beim Nachweis der haftungsbegründenden Kausalität Beweiserleichterungen (wenn auch keine Beweislastumkehr) in Form der Figur des aufklärungsrichtigen Verhaltens zugutekommen können.

Autorenporträt

Born 1998; studied law at the Universities of Bonn and Oxford; First State Examination in Law in 2023; Research Associate at the Institute for Law and Finance at Goethe University Frankfurt; PhD 2025; legal traineeship (Referendariat) at the Higher Regional Court of Frankfurt am Main.

Herstellerkennzeichnung:


Jana Trispel
Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen
DE

E-Mail: trispel@mohrsiebeck.com

Das könnte Ihnen auch gefallen …