Beschreibung
In Deutschland ist der Mensch immer Mit-: Mitbewohner(in) - Mitarbeiter(in) - Mitmensch - vor allem aber politisch: Mitbürger(in). Genauso verhält es sich mit der Integration. Ausländer müssen integriert werden, der Bundespräsident hat eine Integrationsfunktion und auch das Verfassungsgericht soll integrieren. Dieses Gemeinschaftsdenken ist so wirkmächtig in der politischen Kultur, dass schon in Weimar eine ganze Verfassungstheorie hiernach entstand: die Integrationslehre von Rudolf Smend. In der Bundesrepublik avancierte sie zu einer offiziellen Staatsdoktrin; das, obwohl ihr deutschnationaler Verfasser sie ursprünglich gegen die liberale Demokratie positionierte. Der Band versammelt Beiträge zur Kritik an der Lehre Rudolf Smends im Kontext der politischen Theorien von Hans Kelsen und Carl Schmitt sowie an ihrer Rezeption im Verständnis von Verfassungsorganen und in tagespolitischen Debatten.
Autorenporträt
ORR Dr. Robert Chr. van Ooyen ist Hochschullehrer für Staats- und Gesellschaftswissenschaften an der Fachhochschule des Bundes sowie Lehrbeauftragter am OSI der FU Berlin und im Masterstudiengang Politik und Verfassung der TU Dresden.
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