Beschreibung
In vielen Ländern des globalen Südens verdienen mehr als 70% der erwerbstätigen Bevölkerung ihren Lebensunterhalt in der informellen Wirtschaft. Gleichzeitig ist sie der größte Anbieter von Lehrlingsausbildungen. Diese bleiben berufstheoretisch unterentwickelt, von den formalen Berufsbildungssystemen abgekoppelt und öffentlich kaum anerkannt. Das Buch zeigt, weshalb technokratische, exogen ansetzende Reformprogramme an Finanzierbarkeit, Reichweite und Legitimation scheitern. Der Autor entwickelt eine endogen ansetzende subsidiäre Reformstrategie, die die organisierte Informalität der traditionellen Lehrlingsausbildung gemeinsam mit Akteuren der informellen Wirtschaft als Autoren und Adressaten rekonstruiert und weiterentwickelt. Das Konzept versteht sich als Gegenentwurf zu technokratischen und paternalistischen Modernisierungsstrategien der informellen Lehrlingsausbildung.
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