Beschreibung
Wenn die Intuition zur letzten Rettung wird. In Form eines erzählenden Sachbuchs, befasset sich die Autorin mit persönlichen Fragen, die eng verknüpft sind mit dem Thema Sichtbarkeit der Frau in der Medizin und in der Gesellschaft. Als Errungenschaft und Versäumnis. Es handelt von persönlichen Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem und dem Fehlen von Daten, Wissen und antisexistischer Kompetenz. Kurz: Gendermedizin. Die Texte skizzieren nicht nur das individuelle Schicksal einer Frau, sondern sie legen die Alltäglichkeit, Komplexität und Konsequenzen patriarchaler Strukturen frei. Im Buch wird ein schonungslos ehrlicher Blick auf Beziehungen und Gesellschaft gerichtet, der sich der klassischen Opfer-Täter-Zuteilung entzieht. Am Anfang dieser Geschichte steht eine Wunde. Eine Wunde am Gebärmutterhals, die infolge einer Operation immer wieder aufbricht. Eine Wunde, deren Heilungsprozess mehrere Notfall-Aufenthalte und Folge-Operationen erfordert. Diese Wunde konfrontiert die Autorin Tanja Bernold mit Sexismus und Diskriminierung im medizinischen Bereich: Sei es, dass nur Frauen auf HP-Viren getestet werden, obwohl Männer bei ungeschütztem Verkehr das Virus ebenfalls übertragen können. Oder das Medical Gaslighting, das Nicht-Ernstnehmen, dem sie wiederholt ausgesetzt wird. Doch diese Wunde erzeugt in der Autorin weitaus mehr als Wut und Verzweiflung. Die immer wieder aufbrechende Wunde wirft sie auf sich selbst zurück und befördert tief liegende Traumata an die Oberfläche. Eine Rückbesinnung auf das Urvertrauen.
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