Genus – Kongruenz und Klassifikation

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Evidenzen aus dem Zweitspracherwerb des Deutschen, DaZ-Forschung [DaZ-For] 17

ISBN: 3110546272
ISBN 13: 9783110546279
Autor: Binanzer, Anja
Verlag: De Gruyter Mouton
Umfang: XIV, 298 S., 27 s/w Illustr., 5 farbige Illustr., 87 s/w Tab., 27 b/w and 5 col. ill., 87 b/w tbl.
Erscheinungsdatum: 21.08.2017
Auflage: 1/2017
Gewicht: 563 g
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Gebunden

The DaZ-Forschung series presents current research on the acquisition of German as a second language and on education opportunities in the context of migration and multilingualism, in the form of monographs or anthologies. The volumes range from empirical and theory-forming studies through to application-oriented articles from the fields of second language acquisition, applied linguistics, education research, language didactics and language teaching. In thematic terms the series contains articles on sociolinguistic and psycholinguistic aspects, on the structure and dynamics of learner languages, on language production and language comprehension as well as intervention studies and research on classroom teaching and conditions of language acquisition. DaZ-Forschung is the first part of the three-part series cluster that will be augmented by the DaZ Handbooks series and the DaZ Textbooks series shortly.

Artikelnummer: 2616849 Kategorie:

Beschreibung

Genuserwerb ist Kongruenzerwerb. Erstmals wird der Erwerb des deutschen Genussystems dezidiert aus diesem Blickwinkel betrachtet und der Frage nachgegangen, wie die beiden zu unterscheidenden Erwerbsaufgaben - Kongruenz- und Klassifikationserwerb - miteinander interagieren. Auf der Basis einer funktionalen Beschreibung des Lerngegenstandes fokussiert diese Untersuchungsperspektive, welche Strategien L2-Lerner entwickeln, um durch Genusmarkierungen an Artikeln, Adjektiven und Pronomen Referenzbezüge herzustellen. Außerdem wird erörtert, inwiefern das ,reference tracking dadurch beeinflusst wird, dass die o.g. sprachlichen Einheiten morphosyntaktisch in unterschiedlichem Maß an das kongruenzauslösende Nomen gebunden sind. Vor diesem Hintergrund wird ein funktionalistisch basiertes Genuserwerbsmodell entwickelt, dessen empirische Überprüfung durch Daten von insgesamt 195 Kindern erfolgt. Obwohl sich die L1 der L2-Lerner (Türkisch, Russisch) typologisch unterscheiden, entwickeln sie - zwar zeitlich versetzt, aber unabhängig von ihren L1 - schrittweise die gleichen semantischen und formalen Strategien der Form-Funktions-Verknüpfung, wodurch der Genuserwerb als eine systematische Abfolge eines Sematisierungs- und Grammatikalisierungsprozesses modelliert werden kann.

Autorenporträt

Anja Binanzer, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.

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