Beschreibung
Der Zerfall des jugoslawischen Gesellschaftssystems stellte lange gepflegte Geschichtsbilder und die etablierte Kultur der Erinnerung infrage. Vormals unumstößlich scheinende Traditionen verloren an Geltung. Am Beispiel der kroatischen Stadt Osijek wird beleuchtet, wie das gewaltsame Auseinanderbrechen des Vielvölkerprojektes zu einer Transformation der lokalen Erinnerungskultur führte und wie die materiellen Träger von Erinnerung - Straßennamen, Monumente, Büsten etc. - einem radikalen Wandel unterworfen wurden, um die ethnienübergreifende jugoslawische Idee durch eine kroatisch-nationale Narration zu ersetzen.
Autorenporträt
Robert Kunkel studierte Geschichte und Theologie an der Universität Leipzig, arbeitete als Lehrer in Jerusalem und absolviert derzeit in Berlin sein 2. Staatsexamen.
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