Beschreibung
Immer wieder befinden sich die Moscheeverbände, die dem türkischen Präsidium für Religionsangelegenheiten (Diyanet) nahestehen, im Zentrum kontroverser Diskussionen. AKP-Hörigkeit und Spitzeldienste für die Türkei werden ihnen ebenso vorgeworfen wie Auslandsfinanzierung, militaristische, islamistische und nationalistische Propaganda, Antisemitismus und ein rückwärtsgewandtes Frauenbild. Abseits der Schlagzeilen versuchen Wetzlmaier und Rammerstorfer ein realistisches, objektives Bild der Diyanet-nahen Verbände DITIB (Deutschland), ATIB Union (Österreich) und TISS (Schweiz) darzustellen. Dabei kommen VertreterInnen der Verbände ebenso zu Wort wie PolitikerInnen und WissenschaftlerInnen. Während sich der erste Teil des Buches mit der Entstehung des Diyanets und der jüngeren Geschichte der Türkei befasst, widmet sich der zweite den weltweiten Aktivitäten des Präsidiums, insbesondere jener im deutschsprachigen Raum. Mögliche staatliche Umgangsformen mit dem Diyanet werden in zwei Exkursen zum Islamgesetz in Österreich sowie dem religionsrechtlichen Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und DITIB beschrieben. Im dritten bzw. Hauptteil werden die Vorwürfe der jüngeren Vergangenheit analysiert und einem Faktencheck unterzogen.
Autorenporträt
Marina Wetzlmaier und Thomas Rammerstorfer sind freie JournalistInnen aus Oberösterreich. Zuletzt erschien von Rammerstorfer 2018 "Graue Wölfe - Rechtsextremismus aus der Türkei".
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