Beschreibung
Auszug aus dem Kapitel "Moderne Kommunikation": GESCHLECHTERGERECHTE SPRACHE Lange Zeit war es hierzulande üblich, beim Sprechen oder Schreiben Personen oder Berufe grammatisch nur mit der männlichen Form zu bezeichnen, obwohl es in der Regel auch eine weibliche Wortform gibt. Demgegenüber zielt eine "gendergerechte" Sprache darauf ab, die Gleichbehandlung aller Geschlechter zum Ausdruck zu bringen, sodass sich alle gleich behandelt und alle gleichermaßen angesprochen fühlen: Frauen ebenso wie Männer, Mädchen ebenso wie Jungen. Dies gelingt mit der Verwendung einer geschlechtergerechten Sprech- oder Schreibweise, bei der entweder beide Geschlechter genannt werden, die weibliche Form durch Abkürzung hinzugefügt oder eine geschlechterneutrale Form statt der männlichen Form gewählt wird. Also zum Beispiel "die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen" bzw. "der/die Mitarbeiter/-innen" oder "die MitarbeiterInnen" - oder als geschlechterneutrale Form "die Mitarbeitenden". GENDERZEICHEN Eine weitere Möglichkeit ist das Benutzen eines sogenannten Gender- bzw. Wortbinnen-Zeichens: Zwischen männlicher und weiblicher Endung wird ein Sternchen, ein Doppelpunkt oder ein Unterstrich eingefügt. Analog dazu wird beim Sprechen des Wortes eine kurze Pause gemacht: also etwa "Lehrer" - Pause - "innen". Vor allem die Nutzung dieser Sonderzeichen sorgt für kontroverse Diskussionen. Kritiker verweisen unter anderem darauf, dass der Lesefluss, die Verständlichkeit, die Vorlesbarkeit und die automatische Übersetzbarkeit durch Sonderzeichen beeinträchtigt wird. Deshalb lehnt es zum Beispiel auch der Rat für deutsche Rechtschreibung (seit 2004 die maßgebliche Instanz in Fragen der Orthografie) ab, den Genderstern oder andere geschlechtergerechte Sprachzeichen in das amtliche Regelwerk aufzunehmen. In einigen Bundesländern ist die Verwendung der geschlechtersensiblen Gendersprache in Behörden, Schulen und Hochschulen generell verboten. SCHON GEWUSST? Gendern ist auch eine Frage der Identität. Denn der englische Begriff "gender" bedeutet übersetzt "Geschlecht". Damit ist jedoch nicht das biologische Geschlecht, sondern das soziale Geschlecht bzw. die Geschlechtsidentität gemeint. Es geht also genau genommen um das gelebte und gefühlte Geschlecht eines Menschen. Dieser Aspekt ist vor allem für Personen wichtig, bei denen ihr gelebtes Geschlecht bzw. ihre Geschlechtsidentität nicht mit dem Geschlecht übereinstimmt, mit dem sie geboren wurden. GESCHLECHTERGERECHT FORMULIEREN - SO GEHTS Um es gleich vorweg zu sagen: Verbindliche Regelungen für das "Gendern" gibt es bislang nicht. Es spricht aber nichts dagegen, sich dennoch darum zu bemühen, sich möglichst geschlechtergerecht auszudrücken. Im Gegenteil: Eine Anpassung der Kommunikation im Alltag, am Arbeitsplatz und überhaupt im sozialen Miteinander sorgt dafür, dass sich niemand übergangen oder ausgeschlossen fühlt: 1. Nutzen Sie, wenn möglich, neutrale Bezeichnungen, also zum Beispiel "Mitarbeitende" anstelle von "Mitarbeitern", "Ansprechperson" anstelle von "Ansprechpartner", "Teilnehmende " anstelle von "Teilnehmern", "Studierende" anstelle von "Studenten", "Familienmitglied" anstelle von "Angehöriger", aber auch "Beschäftigte", "Team", "Lehrkräfte ", "Fachkräfte", "Anwesende", "medizinisches Personal ", "Verkaufspersonal", "Abteilungsleitung" etc. 2. Auch Umschreibungen können weiterhelfen, etwa "Menschen ohne Vorerfahrung" statt "Anfänger", "Wer ist als Nächstes dran?" statt "Der Nächste, bitte", "Handelskontakt " statt "Handelspartner", "Paararbeit" statt "Partnerarbeit " etc. (.)
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Autorenporträt
Herbert Schwinghammer (geb. 1952) ist seit drei Jahrzehnten als Sachbuchautor tätig und ist unter anderem für seinen Bestseller Knaurs neuer Knigge bekannt. Außerdem hat er zahlreiche Bücher zu verschiedenen schul- und alternativmedizinischen Themen - etwa Fettkiller Artischocke, Hormone, die das Leben steuern und Brainfood - Essen, das intelligent macht - verfasst. Herbert Schwinghammer war Mitbegründer des Münchner Gesundheitsmagazins TOPFIT.
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