Begutachtung traumatisierter Flüchtlinge

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Eine kritische Reflexion der Praxis

ISBN: 3860594273
ISBN 13: 9783860594278
Herausgeber: Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer
Verlag: Loeper Literaturverlag
Umfang: 112 S.
Erscheinungsdatum: 06.03.2014
Auflage: 1/2014
Format: 0.9 x 21 x 14.8
Gewicht: 174 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert

BAFF (Hg.): Begutachtung traumatisierter Flüchtlinge Eine kritische Reflexion der Praxis Traumatisierte Flüchtlinge haben häufig im deutschen Asylverfahren keine Chance: Nur wer detailliert, in aller Ausführlichkeit, ohne Widersprüche und in der Chronologie der Ereignisse das Erlebte schildern kann, gilt bei den Behörden und Gerichten als glaubwürdig. Gerade das, was der menschlichen Psyche dazu verhilft, ein Trauma zu überleben, wird hier zum Stolperstein und somit zur konkreten Gefahr der Abschiebung in das Land, in dem die schrecklichen Ereignisse erlebt wurden. Der von der Bundesarbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer vorgelegte Band setzt sich aus der Sicht von Ärzten, Therapeuten und Juristen kritisch mit diesem Dilemma auseinander. Die AutorInnen sind David Becker, Elise Bittenbinder, Wolfgang Gierlichs, Anni Kammerlander, Dietrich F. Koch, Reinhard Marx, Marie Rössel-Cunovic, Mechthild Wenk-Ansohn und Waltraut Wirtgen

Artikelnummer: 6297071 Kategorie:

Beschreibung

InhaltsangabeVorwort 7 I. Die Traumabegutachtung von Flüchtlingen: Errungenschaft oder Sackgasse? 9 1. Einführung 9 2. Ein kritischer Problemabriss 10 3. Das Recht, Rechte zu haben 12 4. Zur Ethik der Behandlung von Überlebenden schwerer Menschenrechtsverletzungen 14 5. Wahrheiten und die Konsequenzen 15 6. Die persönliche Seite des Dilemmas der Glaubhaftigkeitsbeurteilung 16 7. Probleme des Umgangs mit der Traumatisierung von Seiten der Entscheider 18 8. Zusammenfassung und weiterführende Forderungen: 21 II. Die Beziehungsproblematik und ihre Bedeutung in der Untersuchung, Behandlung und Begutachtung traumatisierter Flüchtlinge und Folterüberlebender im Rahmen der Asyl- und Ausländergesetze. 23 1. Problematische Rahmenbedingungen 24 2. Versuch einer pragmatisch vernünftigen Positionierung: Begutachtung, eine Beziehung zwischen Übergriff und Schutz 25 3. Übertragungsvorgänge 27 4. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen 30 5. Es gibt kein Erfolgsrezept 30 6. Professionelles Handeln und Grenzziehung 31 III. Die Unzulänglichkeiten der derzeitigen Trauma-Definition: Kritische Reflektion und Lösungsansätze 35 Drei grundlegende Trauma-Konzepte: 37 IV. Aufgabe und Bedeutung von Gutachten und Stellungnahmen bei möglicherweise traumatisierten Asylsuchenden 51 A. Einführung 51 B. Asylverfahrensrecht 52 1. Vorbemerkung 52 2. Gutachten zur Beweiswürdigung 54 3. Glaubhaftigkeit und Glaubwürdigkeit 57 4. Kriterienbezogene Aussagenanalyse 58 5. Ungeeignetheit der kriterienbezogenen Aussagenanalyse in Ansehung des Aussageverhaltens traumatisierter Asylsuchender 60 6. Funktion von forensischen und klinischen Gutachten und Stellungnahmen 64 7. Richterliche Bewertung am Maßstab des § 108 Abs. 1 Satz 1 VwGO 71 8. Anforderungen an den Beweisantrag auf Einholung eines psychologischen Gutachtens 75 9. Geltendmachung traumatischer Leiden nach Abschluss des Asylverfahrens 81 C Ausländerrecht 84 1. Maßgeblicher Krankheitsbegriff 84 2. Psychische Erkrankung als "zielstaatsbezogenes Abschiebungshindernis" 87 3. Unzulässigkeit des Einwandes der Sperrwirkung nach § 60 Abs. 7 Satz 2 AufenthG 92 4. Psychische Erkrankung als "inlandsbezogenes Vollstreckungshindernis"Begutachtung traumatisierter Flüchtlinge - Kri-tische Reflexion der Praxis" 93 5 Recht auf psychotherapeutische Behandlung in sicherer Umgebung 97 6. Ausländerrechtliche Behandlung von Suizidgefahren 100 7. Anforderungen an den Nachweis einer psychischen Erkrankung 103 Die AutorInnen 106 Adressen 107

Traumatisierte Flüchtlinge haben häufig im deutschen Asylverfahren keine Chance: Nur wer detailliert, in aller Ausführlichkeit, ohne Widersprüche und in der Chronologie der Ereignisse das Erlebte schildern kann, gilt bei den Behörden und Gerichten als glaubwürdig. Gerade das, was der menschlichen Psyche dazu verhilft, ein Trauma zu überleben, wird hier zum Stolperstein und somit zur konkreten Gefahr der Abschiebung in das Land, in dem die schrecklichen Ereignisse erlebt wurden. Der von der Bundesarbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer vorgelegte Band setzt sich aus der Sicht von Ärzten, Therapeuten und Juristen kritisch mit diesem Dilemma auseinander.

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