Bildnerei der Geisteskranken

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Ein Beitrag zur Psychologie und Psychopathologie der Gestaltung, Reprint der Ausgabe 1968

ISBN: 3642617964
ISBN 13: 9783642617966
Autor: Prinzhorn, H
Verlag: Springer Verlag GmbH
Umfang: xii, 361 S.
Erscheinungsdatum: 11.11.2011
Format: 2.4 x 27.9 x 21
Gewicht: 1035 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert

InhaltsangabeA. Einleitung.- I. „Bildnerei der Geisteskranken“. – Frühere Veröffentlichungen und Sammlungen. – Die Heidelberger Sammlung.- II. Gesichtspunkte der Bearbeitung: Psychiatrisch-diagnostische, psychopathologische, außerpsychiatrische, völkerpsychologische, kunsttheoretische. – Aktuelle Bedeutung. Methodische Schwierigkeiten. – Kein exakter, kein brauchbarer normativer Maßstab. – Ziele dieses Buches.- III. Das Grenzgebiet zwischen Psychopathologie und Kunst. – Lombroso: Genie und Irrsinn. – Pathographien. – Gereiztheit des Kulturmenschen gegen Psychiatrie. – Zugleich tiefe Beunruhigung durch psychopathologische Probleme. – Letzter Richtpunkt unserer Untersuchungen.- IV. Die theoretischen Grundlagen: Gestaltungsdrang. – Seine Wurzeln. – Alles Seelische Wurzelbereich. – Ausdruckstheoretisches. – „Form“ in der“Kunst“. – Schauendes Auffassen. – Alles Gestaltete Ausdrucksträger. – Verzicht auf Wertung. – Unvoreingenommenheit, d. h. phänomenologische Haltung.- V. Gruppierung und Darstellung nach gestaltungspsychologischen Gesichtspunkten. -Kritzelei. – Aufspaltung nach Ordnungs- und Abbildetendenz. – Symbolische Bedeutsamkeit. – Zehn Lebensbeschreibungen. – Ergebnisse und Probleme.- B. Theoretischer Teil. Die psychologischen Grundlagen der bildnerischen Gestaltung.- I. Metaphysischer Sinn der Gestaltung im Vorgang selbst. – Zweckfreiheit. – Wert der sechs Wurzeln des Gestaltungstriebes für die Beurteilung unseres Materials.- II. Das Ausdrucksbedürfnis und der Schematismus der Gestaltungstendenzen. – Theorie der Ausdrucksbewegungen. – Darwin, Wundt, Klages. – Meßbare und nur erlebbare (Ausdrucks-) Tatsachen. – Ausdrucksbedürfnis und Gestaltungsdrang als zentraler Beziehungspunkt. – Der seelische Wurzelbe reich. – Schema der Gestaltungstendenzen. – „Ursprung“der Kunst.- III. Der Spieltrieb (Betätigungsdrang). – Körperbewegung. – Zweckfreiheit außer Lustgewinn. – Spiel und Ernst. – Tiefere Bedeutung der spielerischen Einstellung.- Intuition. – Arten spielerischer Betätigung: Kritzeln u. ä. bei Kindern und Erwachsenen. Felsritzungen in Südamerika. – Ausdeutung: Wurzeln, Wolken, Flecken. – Klexographie. – Rolle solchen Ausdeutens in der Kunst: Lionardo, Hoelzel. – Aquarelltechnik, Graphik, Plastik. – „Phantasie“.- IV. Der Schmucktrieb (Umweltsbereicherung). – Tierreich. – Aktives Schmücken des Menschen. – Sinn: Auszeichnung des Geschmückten. – Magische Bedeutung. – Arten des Schmückens.- V. Die Ordnungstendenz. – Wenige Prinzipien: Reihung, regelmäßiger Wechsel, Symmetrie. – Der Mensch als Maßstab. – Kosmische Gesetze. – Ornament und Dekoration. – Freie Flächenteilung. – Rhythmus und Regel.- VI. Die Abbildetendenz (Nachahmungstrieb). – Realistische Malerei. – Abbildlehre in der Ästhetik. – Wirkliche und unwirkliche Gegenstände. – Beziehung der Abbildetendenz zu den übrigen Tendenzen. – Polarität: Abbild-Form. – Abstrakte Darstellung.- VII. Das Symbolbedürfnis (Bedeutsamkeit). – Idol (Fetisch). – Bild als Teil des Dämons. – Bild als Symbol. – Heutige Reste magischer Vorstellungen. – Wert des symbolmäßigen Denkens. – Zeichen der Bedeutsamkeit am Werk. – Gegensatz zu den eigentlichen Gestaltungstendenzen. – Zeichensprache, Schrift.- VIII. Anschauungsbild und Gestaltung. – Physiologische Vorurteile. – El Greco. – Wahrnehmung schon Bearbeitung eines Chaos gegenständlicher Daten. – Das Anschauungsbild als Vorstufe der Gestaltung. – Conrad Fiedler. – Komponenten des persönlichen Anschauungsbildes. – Kollektive Vorstellung der Primitiven. – Gestaltqualität. – Vorstellungskomplex aus mehreren Sinnesgebieten. – Hierarchi¬sche Ordnung. – Darstellung realer Gegenstände: vollkommene Nachbildung, Naturalismus, abstrahierende Gestaltung. – Nur ein psychischer Grundvorgang bei Physio- und Ideoplastik. – Wertungen. – Gestaltungskraft, die Brücke vom Erleben zur Form. – Abbildfunktion und Rhythmus im Bildwerk.- C. Die Bildwerke.- I. Psychiatrische Vorbemerkung. Statistisches. – Beschränkung àui „schizophrene“Kranke. – Schizophrenes Weltgefühl. – Autismus. –

Artikelnummer: 4371483 Kategorie:

Beschreibung

Das 1922 im VerlagJulius Springer, Berlin, erschienene Werk "Bildnerei der Geisteskranken" von Hans Prinzhom ist Hingst vergriffen, auch die unvedinderte zweite Auflage von 1923. DaB sich der Verlag zu einem Neudruck entschloB, verdient Anerkennung und Dank. Das Werk ist auch heute noch geeignet, Interesse aus verschiedenen Richtungen her zu erwecken: Nicht nur Psychiatrie, Kunstgeschichte und.A.sthetik sind angesprochen, sondem die ganze Breite men­ schenkundlicher Belange, die sich als "Anthropologie" vieWiltig auffachert. Hans Prinzhom war es nicht vergonnt, eine weitere N euauflage selbst zu besorgen. Er erlag all­ zu friih, im Alter von 47 J ahren, am 14. Juni 1933 einem Typhus. Ein kurzer biographischer Riick­ blick auf das Leben dieses ungewohnlichen Mannes, der seine Zeitgenossen faszinierte, mag hier am Platze sein *). Geboren am 8.Juni 1886 in Hemer/Westfalen als Sobn eines Papierfabrikanten, studierte erin Tiibingen, Leipzig und Miinchen zunachst Kunstgeschichte, promovierte 1908 in dies em Fach, er­ warb dann in Leipzig, Berlin und London eine Gesangsausbildung. Danach studierte er Medizin, wandte sich der Psychiatrie zu, wurde 1919, aus dem Kriege heimgekehrt, Assistent an der Heidel­ berger Psychiatrischen Klinik. Der Direktor dieser Klinik, Karl Wilmanns, hatte ibn dafiir gewon­ nen, eine bereits von ihm selbst angelegte kleine Sammlung von bildnerischen Produkten Geistes­ kranker zu vergroBem und wissenschaftlich zu bearbeiten. Prinzhom sammelte gegen 5 000 Ob­ jekte aus Psychiatrischen Anstalten in Deutschland, Osterreich, Schweiz, Italien und Holland.

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