Lyrische Agonistik

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Das Politische in Gedichten der Gegenwart, Lyrikforschung. Neue Arbeiten zur Theorie und Geschichte der Lyrik 3

ISBN: 3662662671
ISBN 13: 9783662662670
Autor: Cox, Christoph
Verlag: Springer Verlag GmbH
Umfang: vi, 219 S.
Erscheinungsdatum: 25.02.2023
Auflage: 1/2023
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert

Nicht erst die als krisenhaft erfahrenen Phänomene der Gegenwart und die sich daran entzündenden politischen Auseinandersetzungen offenbaren, dass Gesellschaft keineswegs als eine ungebrochene Totalität existiert, sondern vielmehr auf einer konfliktuellen Dimension beruht. Mithilfe einer sophistisch orientierten Rhetorik und auf der Basis von Ansätzen aus der radikalen Demokratietheorie wird in diesem Buch das dem Politischen eigene Spiel aus Kontingenzerfahrung und diskursiven Schließungsbemühungen anhand ausgewählter Gedichte von Tom Schulz, Günter Grass und Monika Rinck untersucht und interpretiert.

Artikelnummer: 6620174 Kategorie:

Beschreibung

Ausgehend von der These, dass es sich bei der politischen Lyrik der Gegenwart vor allem um eine Lyrik des Politischen, eine lyrische Streitkultur handelt, wird in Lyrische Agonistik. Das Politische in Gedichten der Gegenwart auf der Basis einer philosophischen neue Rhetorik und mit Rückbezug auf Ansätze der radikalen Demokratietheorie insbesondere von Chantal Mouffe und Ernesto Laclau eine neuartige rhetorische Methode zur Analyse des Politischen in der Lyrik der Gegenwart entwickelt.  Grundlegend für diese Methode ist die von sophistischer Rhetoriktradition und radikaler Demokratietheorie geteilte Skepsis gegenüber allen epistemischen Letztbegründungsversuchen. Das Politische in der Lyrik der Gegenwart erweist sich im Kontext dieser beiden Bezugspunkte als die Zurückweisung fundamentaler Gründungversuche, die sich als diskursive Form der Verhandlung einer nur plausiblen, in ihrer Kontingenz stets angreifbaren Politik äußert. Ablesbar wird diese postfundamentalistische Wende in gegenwärtigen Gedichten anhand von rhetorischen Widersprüchen, die auf den unaufhebbaren konflikthaften Charakter des Politischen hindeuten, deren notwendige Gegenseite der ebenso rhetorisch ausgearbeitete Versuch ist, umstrittene Diskurse zugunsten einer nie letztbegründbaren Position zu hegemonisieren. Aufgezeigt wird das dem Politischen eigene Spiel aus Kontingenzerfahrung und Schließungsbemühungen anhand von drei disparaten Textbeispielen politischer Lyrik der letzten zehn Jahre: Tom Schulz Die Maschinen sind volljährig, Günter Grass Was gesagt werden muss und Monika Rincks was machen die frauen am sonntag?.

Autorenporträt

Christoph Cox íst Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Sprache und Literatur I der Universität zu Köln.

Herstellerkennzeichnung:


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Tiergartenstr. 17
69121 Heidelberg
DE

E-Mail: juergen.hartmann@springer.com

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