Gleichzeitigkeit in der Interaktion

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Strukturelle (In)Kompatibilität bei Multiaktivitäten in Theaterproben, Linguistik – Impulse & Tendenzen 99

ISBN: 3110768992
ISBN 13: 9783110768992
Autor: Krug, Maximilian
Verlag: De Gruyter GmbH
Umfang: IX, 326 S., 23 s/w Illustr., 121 farbige Illustr., 30 s/w Tab., 23 b/w and 121 col. ill., 30 b/w tbl.
Erscheinungsdatum: 21.02.2022
Auflage: 1/2022
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Gebunden

Linguistik – Impulse und Tendenzen ist ein attraktives Forum für hochwertige Arbeiten zur germanistischen Linguistik. Die Reihe sucht aktuelle Tendenzen aufzunehmen und widerzuspiegeln, gleichzeitig aber wegweisende Impulse für das Fach und seine weitere Entwicklung zu geben. Ihr Fokus ist die synchrone Sprachwissenschaft mit all ihren Facetten. Die Reihe versammelt ebenso Arbeiten zur Pragmatik, Computerlinguistik und Grammatiktheorie wie zur Soziolinguistik, Fachsprachenforschung oder Textlinguistik. Ihre Leitlinien sind Innovativität, Transdisziplinarität und qualitative Exzellenz. Sie steht Monographien ebenso offen wie systematisch angelegten Sammel- und Tagungsbänden. Die Publikationssprachen sind Deutsch und Englisch.

Artikelnummer: 3188640 Kategorie:

Beschreibung

Werden mehrere Aktivitäten gleichzeitig vollzogen, müssen sie miteinander koordiniert werden. Bislang ist ungeklärt, welche Bedingungen diese Form der Koordination möglich machen. Dazu werden die strukturellen Bedingungen der Kompatibilität ko-relevanter Aktivitäten anhand von mobilem Eye-Tracking und audiovisuellen Aufzeichnungen von Theaterproben konversationsanalytisch untersucht. Es zeigt sich, dass je nach Grad der strukturellen (In)Kompatibilität andere Koordinierungsverfahren zum Einsatz kommen. Simultanvollzug multipler Aktivitäten ist möglich, wenn sich Aktivitäten durch Verwendung unterschiedlicher multimodaler Ressourcen strukturell kompatibel zueinander verhalten. Benötigt hingegen eine Aktivität eine bereits verwendete Ressource, liegt strukturelle Inkompatibilität vor. Teilnehmende reagieren darauf, indem sie eine der Aktivitäten abbrechen oder pausieren. Erfordert eine Situation einen Simultanvollzug trotz struktureller Inkompatibilität, greifen Teilnehmende auf Praktiken zurück, mit denen sie strukturelle Inkompatibilität zwar nicht auflösen, aber kommunikativ bearbeitbar machen. Die Arbeit liefert einen Beitrag zum Forschungsstand des Konzepts multiactivity und formuliert einen Vorschlag zur Festigung des zentralen, wenn auch bislang eher unscharfen Begriffs Aktivität in der Konversationsanalyse.

Autorenporträt

Maximilian Krug, University of Duisburg-Essen, Essen, Germany.

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