Echo-Literatur im deutschen 17. Jahrhundert

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Diskursivierung, Medialisierung, Vergemeinschaftung, Frühe Neuzeit 266

ISBN: 3111634124
ISBN 13: 9783111634128
Autor: Leimgruber, Damaris
Verlag: De Gruyter GmbH
Umfang: IX, 507 S., 32 s/w Illustr., 32 b/w ill.
Erscheinungsdatum: 31.12.2025
Auflage: 1/2026
Gewicht: 500 g
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Gebunden

The book series ‚Frühe Neuzeit‘ – founded in 1987 by Jörg Jochen Berns, Gotthard Frühsorge, Klaus Garber, Wilhelm Kühlmann and Jan-Dirk Müller – publishes editions, monographs and collected volumes advancing fundamental research in the field. It does not seek to produce wide-ranging overviews, premature syntheses or pretentious constructions but takes the long route of detailed work and the exploration of submerged traditions.

Beschreibung

Das Echo ist im 17. Jahrhundert nicht nur im gesamten literarischen Gattungsspektrum anzutreffen, sondern repräsentiert zentrale Aspekte eines modernen dichterischen Selbstverständnisses. Diese Studie macht die Vielfalt der Echo-Symboliken und -Funktionalisierungen im deutschen Barock zugänglich, insbesondere für die Zeit von 1640 bis 1700. Dabei wird das Gebrauchsschrifttum erstmals angemessen berücksichtigt. Der literarische Echo-Dialog schwankt antithetisch zwischen sozialem Ausschluss und kommunikativer Hoffnungssuggestion. In der italienischen und französischen Renaissance-Lyrik dominiert der Ausschluss: Die Echo-Begegnung im einsamen Naturraum ist Signum des isolierten Subjekts. Diese Poetik wird im deutschen 17. Jahrhundert sukzessive in ihr Gegenteil verkehrt. Ausgehend von konsolatorischen Deutungen wandelt sich das Echo zu einem Paradigma der Diskursivität und Vergemeinschaftung. Mit der Einbettung in neue Gattungen und Kontexte wird es zu einer Form des poetischen Diskurses und verkörpert eine Poetik der Sozialität und des Konsens. Als Natursprache und Landschaftsmetonymie schafft es ästhetische, soziale und politische Identitätsräume; und als metaphysische Stimme und raumzeitliche Transgressionsfigur suggeriert es die Verbindung zum Göttlichen.

Autorenporträt

Damaris Leimgruber, German Department, University of Zurich, Switzerland.

Warnhinweise

ACHTUNG! Nicht geeignet für Kinder unter 36 Monaten. Erstickungsgefahr durch verschluckbare Kleinteile.

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