Elias Canetti in seiner Zeit

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Kulturelle, wissenschaftliche und politische Deskriptionen

ISBN: 347605649X
ISBN 13: 9783476056498
Autor: Neumann, Bernd/Wimmer, Gernot
Verlag: J.B. Metzler Verlag GmbH
Umfang: vi, 256 S.
Erscheinungsdatum: 26.02.2020
Auflage: 1/2020
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert

Canettis ethnische Entsagung ist beachtenswert und stimmt darin mit der brüchigen Biografie eines Menschen überein, der zwischen die Gräben von Tradition, Assimilation und Konversion geraten ist. Die zu konstatierende Selbstleugnung, die das Jüdische betrifft, ist zum Teil in seiner Autobiografie nachweisbar, in der er die antisemitischen Tendenzen seiner Jugendzeit zu marginalisieren tendiert, und beispielhaft in seiner Schrift zu Masse und Macht, in der aus der Perspektive des Emigranten ein teils kapitalistisch-ökonomisches, teils demokratisch-politisches Feindbild beschworen wird. Die Studie zeigt auf, dass der Autor der Nachkriegsjahre ein simplifizierendes Geschichtsverständnis vertrat, dessen Symptome er in seinem Romanwerk (narrativ) noch als ideelle ,Verblendung‘ ächtete. Der Inhalt Kultur: Der Autobiograf Europas und seine Assimilation Wissenschaft: Dichtung, Utopie und Verwandlung Politik: Biologische Anthropologie und Nationalismus Die Zielgruppen – Dozierende und Studierende der Fachgebiete Germanistik und Komparatistik Deutschlehrer und lehrerinnen Die Autoren Dr. Bernd Neumann ist Professor emeritus für Deutsche Literatur an der Technischen Universität Trondheim (NTNU), Norwegen.Dr. Gernot Wimmer lehrt Neuere deutsche Literatur und Komparatistik an der Universität Wien.

Artikelnummer: 8628870 Kategorie:

Beschreibung

Canettis ethnische Entsagung ist beachtenswert und stimmt darin mit der brüchigen Biografie eines Menschen überein, der zwischen die Gräben von Tradition, Assimilation und Konversion geraten ist. Die zu konstatierende Selbstleugnung, die das Jüdische betrifft, ist zum Teil in seiner Autobiografie nachweisbar, in der er die antisemitischen Tendenzen seiner Jugendzeit zu marginalisieren tendiert, und beispielhaft in seiner Schrift zu Masse und Macht, in der aus der Perspektive des Emigranten ein teils kapitalistisch-ökonomisches, teils demokratisch-politisches Feindbild beschworen wird. Die Studie zeigt auf, dass der Autor der Nachkriegsjahre ein simplifizierendes Geschichtsverständnis vertrat, dessen Symptome er in seinem Romanwerk (narrativ) noch als ideelle Verblendung ächtete.

Autorenporträt

Dr. Bernd Neumann ist Professor emeritus für Deutsche Literatur an der Technischen Universität Trondheim (NTNU), Norwegen. Dr. Gernot Wimmer lehrt Neuere deutsche Literatur und Komparatistik an der Universität Wien.

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