Antinomistischer Streit

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Controversia et Confessio. Theologische Kontroversen 1548-1577/80., Controversia et Confessio 4

ISBN: 3525560311
ISBN 13: 9783525560310
Herausgeber: Irene Dingel
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Umfang: X, 590 S., 18 Illustr., 18 Fotos, 18 Abb.
Erscheinungsdatum: 05.12.2016
Auflage: 1/2016
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Leinen

Wie ist das Verhältnis zwischen der Gesetzespredigt und der Evangeliumspredigt zu bestimmen? Welche Bedeutung hat das Gesetz für den gerechtfertigten Menschen? Im Antinomistischen Streit (15561571) versuchten die Streitbeteiligten differenzierte Antworten auf diese Fragen zu finden.

Der Streit um das Verhältnis von Gesetz und Evangelium

Artikelnummer: 779248 Kategorie:

Beschreibung

Vor dem Hintergrund der Kontroverse um die Notwendigkeit guter Werke (Majoristischer Streit, unsere Edition Bd. 3) brachen weitergehende Fragen auf. Im Zentrum des Antinomistischen Streits (15561571) stand die Frage nach Funktion, Bedeutung und Gebrauch des Gesetzes und des Evangeliums für das Leben der Christen. Insbesondere war strittig, ob der Mensch nach seiner Bekehrung einer besonderen Anleitung zum gottgefälligen Leben durch das Gesetz bedürfe. Die Diskussion wurde ausgelöst durch den Abschied der Eisenacher Synode von 1556, der die Sorge um die rechte Verhältnisbestimmung von Gesetz und Evangelium ansprach. Verschiedene Aspekte dieses Problems wurden an unterschiedlichen Orten des Reichs besonders intensiv debattiert, wobei die Begrifflichkeiten teils sehr schwankend waren. Der Gefahr von Spaltungen innerhalb der Gemeinwesen durch die andauernden theologischen Streitigkeiten suchten die jeweiligen Obrigkeiten teils durch Vermittlung, teils auch durch Zwangsmaßnahmen entgegenzuwirken, so dass es mehrfach zur Entlassung von Predigern kam. Im vierten Band der Edition Controversia et Confessio sind für den Streit bedeutsame Texte von Matthias Flacius, Anton Otho, Nikolaus von Amsdorf, Abdias Praetorius, Andreas Musculus, Joachim Mörlin, Andreas Fabricius, Jakob Sybold, Paul Crell, Johann Wigand, Christoph Pezel und anderen versammelt.

Autorenporträt

Prof. Dr. phil. theol. habil. Irene Dingel ist Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte, Mainz.

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Vandenhoeck & Ruprecht
Theaterstraße 13
37073 Göttingen
DE

E-Mail: ute.schnueckel@brill.com

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