Antisemitismus im Mediendiskurs

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Die Affäre Waldheim in der Tagespresse, Sprachwissenschaft

ISBN: 3824440628
ISBN 13: 9783824440627
Autor: Gruber, Helmut
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Umfang: 268 S.
Erscheinungsdatum: 01.01.1991
Format: 1.3 x 21 x 14.7
Gewicht: 343 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert

be1. Theoretische Vorüberlegungen.- 1.1. Sprache und Vorurteil.- 1.1.1. Funktionen von Vorurteilen.- 1.1.2. Zur Tradierung von Vorurteilen.- 1.1.2.1. Zum Nachfaschistischen Antisemitismus in Österreich.- 1.2. Sprache und Ideologie – Sprache und Politik.- 1.3. Nachrichtenproduktion – Mythen und Fakten.- 1.3.1. Das journalistische Rollenselbstbild.- 1.3.2. Der Prozeß der Nachrichtenproduktion.- 1.4. Methodisches Vorgehen.- 1.4.1. Die inhaltliche Analyse.- 1.4.2. Die linguistische Strukturanalyse.- 1.4.3. Die Integration der Ergebnisse.- 2. Die Affäre „Waldheim“.- 2.1. Historischer Abriß.- 2.2. Auswahlkriterien und Materialübersicht 60.- 3. Die inhaltliche Analyse – Inhalte und Werte, die die Affäre bestimmten.- 3.1. Antisemitische Inhalte.- 3.1.1. Die jüdische Weltverschwörung.- 3.1.2. Geschäftstüchtigkeit.- 3.1.3. Ehriosigkeit.- 3.1.4. Vorurteile aus christlicher Tradition.- 3.1.5. Faulheit.- 3.2. Resümee.- 3.3. Ein Spitzenpolitiker nimmt Stellung: Normen und Werte der „Österreicher“.- 3.3.1. Der unmittelbare politische Kontext der Rede.- 3.3.2. Die globale Textstruktur.- 3.3.3. Argumentationsformen.- 3.3.4. Die Zeitungsreaktionen.- 3.4. „Wir“ und „die Juden“ – zur Integration der Ergebnisse der inhaltlichen Untersuchung.- 4. Strukturanalyse der berichtenden Textsorten.- 4.1. „Berichten“ als eine Grundform der Medienberichterstattung.- 4.1.1. Was ist überhaupt ein Bericht?.- 4.1.1.1. Hard News.- 4.1.1.2. Soft news.- 4.1.1.3. Der Bericht.- 4.1.2. Berichten oder Beschreiben?.- 4.2. Empirisch auftretende Texttypen.- 4.2.1. Der wertende Texttyp.- 4.2.1.1. Der argumentativ-kommentierende Bericht.- 4.2.1.2. Der Bericht mit wertenden Einschüben.- 4.2.2. Bericht mit multiplem Thema.- 4.3. Möglichkeiten der Vorurteilsäußerung auf subtextueller Ebene.- 4.3.1. Arten der Diskursrepräsentation.- 4.3.1.1. Der Modus der Diskursrepräsentation.- 4.3.1.1.1. Die Auswahl von Originalzitaten.- 4.3.1.1.1.1. Zitate in sachverhaltsdarstellender Funktion.- 4.3.1.1.1.2. Zitate in sprechercharakterisierender Funktion.- 4.3.1.2. Die Erhaltung der Grenzen zwischen primärem und sekundärem Diskurs.- 4.3.1.3. Stilistizität und Situationalität.- 4.3.2. Indirekte Äußerung von Vorurteilen.- 4.3.2.1. Schlagzeilentexte in der „Presse“.- 4.3.2.2. Semantische Implikationen.- 4.4. Die implizite Kategorisierung von Ereignissen – Die Perspektive der Affäre „Waldheim“ in den Zeitungen.- 5. Strukturanalyse der meinungsbetonten Textsorten.- 5.1. Der deskriptiv-narrative Texttyp.- 5.2. Der argumentative Texttyp.- 5.3. Antisemitische Argumentationsstrategien.- 5.3.1. Opfer-Täter-Umkehr.- 5.3.2. Umgang mit Antisemitismus: Leugnen oder Philosemtismus.- 5.3.3. „Neue“ Antisemitismen und der Umgang mit der Vergangenheit in der NKZ.- 5.3.3.1. Lächerlichmachen der Vorwürfe gegen Waldheim.- 5.3.3.2. Schlußstrich unter die Vergangenheit.- 5.3.3.3. Gleichsetzung von Juden und Nazis.- 5.3.3.4. Die Aufrechnung gegenseitiger Schuld aus dem 2.Weltkrieg.- 5.4. Vorurteilsvermittlung auf der subtextuellen Ebene.- 5.4.1. Anspielungen.- 5.4.1.1. Inhaltliche literarische Anspielung in der Form des Zitats.- 5.4.1.2. Formale literarische Anspielung in der Form des Zitats.- 5.4.1.3. Literarische Anspielung mit untypischer Referenz.- 5.4.1.4. Literarische Anspielung mit typischer Referenz.- 5.4.2. Strategien zur Gruppendefinition.- 5.4.2.1. Die umkehrbare Kausalrelation bei der Ursachenzuschreibung der „Kampagne“.- 5.4.3. Textl.- 5.4.3.1. Kontext und Inhalt.- 5.4.3.2. Strategien zur Definition von Gruppen.- 5.4.3.2.1. Generalisierungen.- 5.4.3.3. Anspielungen.- 5.4.3.4. Argumentation.- 5.4.3.5. Resümee.- 5.4.4. Text 2.- 5.4.4.1. Inhalt.- 5.4.4.2. Strategien zur Definition von Gruppen.- 5.4.4.2.1. Prädikationen und Assertionen.- 5.4.4.2.2. Anspielungen.- 5.4.4.3. Argumentation.- 5.4.4.4. Resümee.- 6. Integration der Ergebnisse.- 6.1. Die politische Funktionalisierung antisemitischer Vorurteile im österreichischen Präsidentschaftswahlkampf 1986 durch zwei Tageszeitungen.- 6.2. Skizze eines Modells der

Artikelnummer: 232129 Kategorie:

Beschreibung

Diese Arbeit entstand im Rahmen des Forschungsprojekts "Sprache und Vorurteil", das vom Oktober 1987 bis Oktober 1989 unter der Lei­ tung von Ruth Wodak am Institut für Sprachwissenschaft an der Uni­ versität Wien durchgeführt wurde. Dieses Projekt hatte sich zur Aufga­ be gesetzt, Äußerungsformen antisemitischer Vorurteile im Nach­ kriegsösterreich zu untersuchen, nachdem diese im Zuge der Affäre "Waldheim" in der österreichischen Öffentlichkeit unüberhörbar gewor­ den waren und in Österreich, sowie (in weit stärkerem Ausmaß) im Ausland zu scharfen Reaktionen geführt hatten. Über die unmittelbare Betroffenheit darüber, daß mehr oder weniger offener Antisemitismus nach 1945 in diesem Land wieder möglich geworden war, hinaus, lag das Interesse v. a. darauf, wie das offiziell am meisten geächtete Vorur­ teil trotzdem wieder eine Rolle in der politischen und öffentlichen Aus­ einandersetzung spielen konnte. Ursprünglich nur als ein Kapitel der Untersuchung von Vorurteilen in den Printmedien konzipiert, erlangte dieser Teil des Projekts aufgrund der Fülle des Untersuchungsmateri­ als einen Umfang, der es sogar notwendig machte, die ungekürzte Version im Projektendbericht nur als Anhang zu veröffentlichen (vgl. PROJEKTTEAM "SPRACHE UND VORURTEIL", 1989, Bd. I und 11). Standen in der Projektarbeit v. a. Materialanalysen im Mittelpunkt, so versuche ich im Rahmen dieses Buches die verschiedenen Realisie­ rungsformen antisemitischer Vorurteile zu systematisieren und auf­ grund dieser Resultate die allgemeinen linguistischen Möglichkeiten Da Antisemitismus im von Vorurteilskommunikation herauszuarbeiten.

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